1.500 Euro Rente, 800 Euro Miete: Was Frauen im Ruhestand wirklich übrig bleibt

Stand: 27.10.2026, 07:10 Uhr

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Rentenmaschine mit jungen Arbeitern und Ruheständlern

Was bleibt Frauen im Ruhestand wirklich übrig? ©  IMAGO / Ikon Images

1.500 Euro Rente im Monat klingen zunächst nach einem festen Einkommen. Werden davon 800 Euro für die Miete benötigt, bleiben rechnerisch nur 700 Euro für alle weiteren Ausgaben.

Wie viel Geld wird im Ruhestand tatsächlich benötigt? Diese Frage lässt sich nicht allein mit einem Blick auf die Renteninformation beantworten. Entscheidend ist, welche laufenden Kosten auch nach dem Ende des Berufslebens bestehen bleiben.

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista, der Finanzplattform für fundiertes und verständliches Wissen rund um Geldanlage und Altersvorsorge, entstanden. Besonders für Frauen, deren erwartete Rente nur knapp die laufenden Lebenshaltungskosten deckt, ist es wichtig, zusätzliche Vorsorgemöglichkeiten frühzeitig zu prüfen.

Eine davon könnte das neue Altersvorsorgedepot sein, das langfristiges Investieren am Kapitalmarkt mit staatlicher Förderung verbinden soll. Im kostenlosen Whitepaper zum Altersvorsorgedepot erläutert Fortunalista die vorgesehenen Zulagen, die Funktionsweise des Modells und wichtige Fragen rund um Kosten und Geldanlage. Damit erhalten Frauen zusätzliche Informationen, um ihre private Altersvorsorge bewusster zu planen.

Besonders die Wohnkosten können einen erheblichen Teil des monatlichen Budgets beanspruchen. Hinzu kommen Lebensmittel, Versicherungen, Mobilität und persönliche Ausgaben.

Was bleibt bei 1.500 Euro Rente nach der Miete?

Eine einfache Rechnung zeigt, wie schnell sich das verfügbare Einkommen reduziert.

Monatliche PositionBetrag
Angenommene verfügbare Rente1.500 €
Miete einschließlich Nebenkosten−800 €
Verbleibender Betrag700 €

In diesem Beispiel handelt es sich ausdrücklich um eine bereits nach Abzügen verfügbare Rente. Ist die Angabe von 1.500 Euro dagegen eine Bruttorente, können Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegebenenfalls Steuern das tatsächlich verfügbare Einkommen weiter reduzieren.

Von den verbleibenden 700 Euro müssen noch sämtliche anderen Ausgaben bezahlt werden. Ob dieser Betrag ausreicht, hängt stark von der persönlichen Lebenssituation ab.

Warum Frauen ihre Wohnkosten bei der Altersvorsorge berücksichtigen sollten

Die Höhe der späteren Rente ist nur eine Seite der Finanzplanung. Ebenso wichtig ist die Frage, wie hoch die monatlichen Ausgaben im Ruhestand ausfallen werden.

Wer zur Miete wohnt, sollte mögliche Mietsteigerungen berücksichtigen. Auch bei einer eigenen Immobilie können Kosten für Instandhaltung, Energie und laufende Abgaben entstehen.

„Viele Frauen beschäftigen sich mit der Frage, wie hoch ihre spätere Rente sein wird. Mindestens genauso wichtig ist jedoch, welche Ausgaben im Ruhestand tatsächlich gedeckt werden müssen. Erst aus diesem Vergleich ergibt sich die persönliche Rentenlücke“, erklärt Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista.

Gerade für Frauen mit längeren Teilzeitphasen oder Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit kann diese Bestandsaufnahme besonders wichtig sein.

Wie Frauen ihre persönliche Rentenlücke ermitteln können

Im ersten Schritt sollten die voraussichtlichen monatlichen Ausgaben im Ruhestand zusammengestellt werden. Dazu gehören nicht nur Miete und Lebensmittel, sondern auch Versicherungen, Mobilität, Freizeit und finanzielle Reserven für unerwartete Kosten.

Anschließend werden die erwarteten verfügbaren Einnahmen gegenübergestellt. Neben der gesetzlichen Rente können dazu beispielsweise weitere Rentenleistungen oder andere regelmäßige Einkünfte zählen.

Übersteigen die erwarteten Ausgaben die Einnahmen, entsteht eine Versorgungslücke, die durch zusätzliche Vorsorge geschlossen oder verkleinert werden müsste.

Auch die Inflation spielt eine Rolle. Wer erst in vielen Jahren in Rente geht, sollte berücksichtigen, dass heutige Ausgaben nicht ohne Weiteres mit zukünftigen Beträgen vergleichbar sind.

Welche Möglichkeiten Frauen zur zusätzlichen Vorsorge haben

Je nach Alter, finanzieller Situation und Anlagehorizont können unterschiedliche Formen der privaten Altersvorsorge infrage kommen.

Eine Möglichkeit sind langfristige Investitionen in breit gestreute ETFs. Sie bieten Renditechancen, unterliegen jedoch Kursschwankungen und möglichen Verlusten.

Wichtig ist außerdem, den Übergang in den Ruhestand zu planen. Geld, das kurzfristig für laufende Ausgaben benötigt wird, sollte nicht vollständig den Schwankungen des Aktienmarkts ausgesetzt sein.

Eine durchdachte Altersvorsorge berücksichtigt deshalb sowohl den langfristigen Vermögensaufbau als auch die spätere Nutzung des angesparten Geldes.