10 besondere Ausflugsziele in den Wäldern von NRW

Stand: 29.08.2026, 18:00 Uhr

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In NRW gibt es zahlreiche große Waldgebiete, die sich für Wandertouren eignen. Manche Ausflugsziele stechen besonders hervor – mit dabei sind sowohl Publikumsmagneten als auch Geheimtipps.

Hamm – Nordrhein-Westfalen steckt voller Wälder, die weit mehr zu bieten haben als nur schattige Wanderwege: uralte Felsformationen, geheimnisvolle Moore, wilde Wisente und geschichtsträchtige Bauwerke warten darauf, entdeckt zu werden. Die folgenden zehn Ziele zeigen, wie unterschiedlich und überraschend die Waldlandschaften des Landes sind – von der Eifel bis ins Münsterland, vom Teutoburger Wald bis ins Ruhrgebiet.

Wisente in NRW-Wäldern bewundern

In den Wittensteiner Wäldern rund um Bad Berleburg zieht eine echte Wisentherde frei durch die Landschaft. Besucher können dort auf unbefestigten Wegen wandern und die Tiere live erleben, heißt es auf der Website des Areals. Es sind aber einige Regeln zu beachten: Besucher dürfen die Tiere unter anderem nicht füttern oder zu nah an sie herantreten. Bei Hardehausen im Kreis Höxter gibt es seit 1958 ein eingezäuntes Gehege, in dem die imposanten Tiere ebenfalls bewundert werden können. Auch dort gibt es schöne bewaldete Wandermöglichkeiten.

Bei Bad Berleburg können Besucher wild lebende Wisente bewundern.

Bei Bad Berleburg können Besucher wild lebende Wisente bewundern. © IMAGO / Funke Foto Services

Felsenmeer Hemer

In Hemer liegt eine „bizarre Karstlandschaft“, die sich kostenlos über einen Rundweg mit Panoramabrücken und Aussichtsplattformen erkunden lässt, heißt es auf der Website des Geoparks Ruhr. Es geht um das Felsenmeer Hemer. Die schroffen Kalkfelsen entstanden aus einem 380 Millionen Jahre alten Riffkalkstein. Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann per QR-Code eine virtuelle Höhlentour durch das darunterliegende Höhlensystem starten oder gleich die benachbarte Heinrichshöhle mit ihren Tropfsteinen und einem kompletten Höhlenbärenskelett besuchen.

Rundwanderweg Klutertberg mit Kluterthöhle

Wer von Höhlen nicht genug kriegen kann, hat noch ein weiteres Ausflugsziel zur Wahl, welches in ein wunderschönes Waldgebiet eingebettet ist. Der Klutertberg am Südrand des Ruhrgebiets versteckt in seinem Inneren die Kluterthöhle – eines der am besten erhaltenen versteinerten Korallenriffe Europas und seit 2024 sogar zweites Nationales Naturmonument NRWs. Der Rundwanderweg um den Berg führt an ehemaligen Bunkeranlagen vorbei und belohnt oben mit einem weiten Blick über Ennepetal und Ruhrgebiet, heißt es auf der Website von NRW Tourismus.

Ein echter Klassiker: die Externsteine

Im Tal der Wiembecke bei Horn-Bad Meinberg ragen bis zu 40 Meter hohe Sandsteinfelsen in die Höhe – eines der bekanntesten Natur- und Kulturdenkmäler Deutschlands, das jährlich rund 500.000 Menschen anzieht. Gleichzeitig ist das Gebiet das älteste Naturschutzgebiet Lippe, heißt es auf der Website des Landesverband Lippe (LVL). Wer sich hoch wagt und die Externsteine besteigt, wird oben mit einem weiten Blick über den Teutoburger Wald belohnt – der sich auch perfekt für eine ausgiebige Wanderung eignet.

Die Externsteine im Teutoburger Wald sind noch immer Kultstätte.

Die Externsteine im Teutoburger Wald sind Kultstätte. © IMAGO/imageBROKER/Markus Beck

Hermannsdenkmal bei Detmold

Ein nicht weniger beliebtes Ausflugsziel liegt ebenfalls im Teutoburger Wald. Auf der bewaldeten Grotenburg steht seit 1875 das über 53 Meter hohe Herrmannsdenkmal, welches zu den bekanntesten Denkmäler Deutschlands zählt. Über 500.000 Menschen kommen jedes Jahr vorbei, vor allem wegen der grandiosen 360-Grad-Aussicht über Lippe, heißt es auf der Website des Denkmals. Passend zum 150-jährigen Jubiläum widmet ihm das Lippische Landesmuseum 2025/26 sogar eine eigene Ausstellung.

Venner Moor im Münsterland

Nahe Senden im Kreis Coesfeld liegt eines der letzten echten Hochmoore Westfalens – ein kleines Naturwunder, das trotz jahrelangem Torfabbau überlebt hat und bis heute seltenen Pflanzen und Tieren ein Zuhause bietet. Zwei Rundwege führen ab dem Parkplatz mitten hinein, und besonders bei Nebel oder Frost entfaltet das Moor eine fast mystische Stimmung, wie auf der Seite vom Münsterland nachzulesen ist.

Erlebniswege im Diersfordter Wald

Auch am Niederrhein lässt sich ein besonderes Moor bewundern, das in einem dichten Wald gelegen ist. Der Diersfordter Wald bei Wesel hat gleich zwei Landesrekorde zu bieten: den größten bodensauren Eichenwald NRWs und die größte bekannte Population des selten gewordenen Hirschkäfers, wie Wesel Tourismus mitteilt. Dort können gleich zwei besondere Wandertouren miteinander kombiniert werden: die Hirschkäferroute und der Moorerlebnisweg.

Auf einem Holzweg können Besucher durch das Moor des Diersfordter Waldes wandern.

Auf einem Holzweg können Besucher durch das Moor des Diersfordter Waldes wandern. © IMAGO/Jochen Tack

Wilder Kermeter im Nationalpark Eifel

Mitten im Nationalpark Eifel liegt einer der größten zusammenhängenden Laubwälder ganz NRWs – und seit 2011 ist er auch für alle zugänglich, die im Rollstuhl unterwegs sind oder eine Seh- oder Höreinschränkung haben. Ein durchdachtes Leitsystem und ein breiter Holzsteg machen die Wildnis für jeden erlebbar, heißt es auf der Website des Nationalparks Eifel. „Dort schlendern Sie durch Rotbuchen-Mischwälder, die sich ohne menschliche Eingriffe zurück zur Wildnis aus zweiter Hand entwickeln“, heißt es. Am Ende des Wegs wartet der Aussichtspunkt Hirschley mit einem herrlichen Blick auf den Rursee – die Mühe lohnt sich also gleich doppelt.

Müngstener Brücke im Bergischen Land

Zwischen Solingen und Remscheid thront seit 1897 ein imposantes Stahlgerüst 107 Meter über der Wupper – und hält damit bis heute den Titel als höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Umgeben ist sie von der bewaldeten Schönheit des Bergischen Landes. Eine mögliche Wandertour führt beispielsweise zum historischen Schloss Burg in Solingen. „Schattige Waldwege, kleine Anstiege, historische Orte und immer wieder der Blick auf die Wupper“ warten laut der Website der Ruhrgebiet-Industriekultur auf Besucher.

Der Vollmond geht hinter der mystischen Burgruine Drachenfels am gleichnamigen Berg auf.

Der Vollmond geht hinter der mystischen Burgruine Drachenfels am gleichnamigen Berg auf. © IMAGO/Bonn.digital

Drachenfels im Siebengebirge

Zu guter Letzt kommt noch ein echter Besuchermagnet. Hoch über dem Rhein thront die Ruine der Burg Drachenfels, umgeben vom dichten Wald des Siebengebirges. Ihre spektakuläre Lage auf 321 Metern und ihre feste Verankerung in der rheinischen Sagenwelt machen sie zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Region, erklärt der Naturpark Siebengebirge. Wer nicht laufen mag: Schon seit 1883 bringt Deutschlands älteste Zahnradbahn Besucher gemütlich bis fast ganz nach oben.