(+) Hamburgs zweiter Stadtpark überrascht mit versteckten Schätzen

Hamburg

Der Außenmühlenteich ist der zentrale Platz im Harburger Stadtpark.
Anke Geffers

Nicht ganz so alt wie sein großer Bruder und ein bisschen bescheidener – aber trotzdem genauso sehenswert: der Harburger Stadtpark feiert 100. Geburtstag. Wir haben uns mal umgeschaut.

Er hat alles, was sich Besucher und Besucherinnen von einem Park wünschen: Wasser, Themengärten, Spielplätze, Restaurants, große Wiesen und versteckte Ecken. Trotzdem ist der Harburger Stadtpark vor allem unter der Woche nur wenig besucht. Höchste Zeit, einen Rundgang durch die 100 Jahre alte Grünanlage zu starten.

Versteckte Gärten im Harburger Stadtpark

Zwei Menschen sitzen auf einer Bank in einem grünen Park neben einem Rankgerüst.
Vom alten Haupteingang am Marmstorfer Weg haben Besucher einen schönen Ausblick auf den Harburger Stadtpark.
Anke Geffers

Die meisten Menschen, die in Harburg eine Auszeit im Grünen suchen, spazieren einmal um die Außenmühle herum. Die 3,2 Kilometer lange Runde ist leicht zu schaffen, abwechslungsreich und ruhig. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. Zum Beispiel das Schulgartenareal, das Gartengründer Georg Hölscher anlegte und sein Sohn Ferdinand weiterentwickelte. Zwischen dem Außenmühlenteich und der heutigen Bundesstraße 75 entstanden ein „Arzneigarten“, ein „biologischer Garten“ oder ein „kulturhistorischer Garten“ für Anschauungsunterricht im Freien. Bis heute sind die meisten, mit Hecken eingefassten, Themengärten zu sehen.

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Seltene Pflanzen

Am alten Haupteingang am Marmstorfer Weg/Im Dahlengrund finden sich sehenswerte Anpflanzungen vom Borstgrasrasen bis hin zur Sumpfdotterblumenwiese. Rispenseggenriede und Wasserschwaden-Röhrichte bieten wertvollen Lebensraum für in der Großstadt selten gewordene Pflanzen und Tiere. Ein beliebtes Ziel für Familien ist der Wasserspielplatz am Zündschnurweg.

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Person auf einem Holzsteg durch dicht bewachsene Natur
Beliebt bei Spaziergängern und Joggern ist der etwa drei Kilometer lange Rundweg um den Außenmühlenteich.
Anke Geffers

Bergauf, bergab

Wer den Hauptweg rund ums Wasser verlässt, wundert sich über steile An- und Abstiege. Flach ist der Harburger Stadtpark, gelegen an den Ausläufern der Harburger Berge, jedenfalls nicht. Julia und Marie sind zum ersten Mal im Park unterwegs und testen die neue Stadtpark-App, die Rundgänge und Sehenswertes am Wegesrand wie die frisch renovierte Sonnenuhr vorschlägt und erklärt. „Wir sind erstaunt, wie schön es hier ist“, sagen die beiden. Einen guten Überblick über den Park haben Besucher vom erhöht gelegenen alten Haupteingang am Marmstorfer Weg/Im Dahlengrund.

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Einkehr mit Ausblick

Gut essen mit Blick auf den Außenmühlenteich kann man auf beiden Seiten des Gewässers. Das Restaurant „Leuchtturm“ bietet anspruchsvolle Küche und ist ein beliebter Ort für Familienfeiern. Gegenüber im kürzlich wiedereröffneten „Bootshaus“ sitzen die Gäste bei einfachen Gerichten, günstigem Mittagstisch oder bei Kaffee und Kuchen. Spielplatz und Eiswagen sind gleich in der Nähe. Ein bisschen schade: Das beliebte Schwimmbad Midsommerland wird renoviert und so wie es aussieht, wird das noch eine Weile – mindestens bis Ende 2028 – dauern.

Gäste essen und trinken an Holztischen auf einer begrünten Restaurantterrasse unter Sonnenschirmen.
Vor kurzem wiedereröffnet hat das Restaurant „Bootshaus“ direkt an der Außenmühle.
Anke Geffers

Bunte Lichter

Zum 100. Jubiläum wird es bunt: Vom 29. August bis zum 30. September setzt gegen 20.30 Uhr eine temporäre Lichtinstallation die Außenmühle in Szene. Die Illumination startet zum Weißen Dinner und endet am 30. September. Das „Weiße Dinner“ mit weiß gekleideten Gästen verwandelt zum 13. Mal den Außenmühlendamm in eine festliche Tafel.