Dürre-Katastrophe: 14 Tage kein Regen – Rhein trocknet aus, Elbe und Donau ächzen, Milliardenkosten drohen

Stand: 08.08.2026, 19:51 Uhr

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Die Lage wird dramatisch: Deutschlands Flüsse verlieren immer mehr Wasser, die Pegel stürzen auf Rekordtiefs. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Frankfurt – Was sich gerade an unseren großen Flüssen abspielt, hat es so lange nicht gegeben. Bei Kaub im Mittelrheintal misst man nur noch rund 19 Zentimeter, in Düsseldorf ist der Pegel zwischenzeitlich auf gerade einmal 14 Zentimeter gefallen – ein historischer Tiefstand. Auch Duisburg hat sein altes Rekordtief aus dem Dürrejahr 2018 bereits unterboten.

Die Regensummen in Deutschland bis Donnerstag (13. August).

Die Regensummen bis Donnerstag (13. August). Es ist so gut wie nichts zu erwarten. © METEORED/www.daswetter.com

Aber es ist eben nicht nur der Rhein: Auch Elbe und Donau führen deutlich zu wenig Wasser. Ganze Flussabschnitte verwandeln sich in ausgetrocknete Sand- und Kiesbänke, an denen früher problemlos Schiffe fuhren.

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Dürre-Wetter in Deutschland: Zwei Wochen ohne einen Tropfen

Was wirklich fassungslos macht: Die Wettermodelle zeigen für die nächsten 14 Tage so gut wie keinen nennenswerten Regen. An vielen Stationen fallen bis Mitte des Monats gerade einmal ein paar Liter auf den Quadratmeter – viel zu wenig, um irgendetwas zu ändern. Im Gegenteil: Ab der kommenden Woche baut sich schon die nächste Hitzewelle auf, mit Höchstwerten bis in die oberen 30 Grad. Das heißt: noch mehr Verdunstung, noch weniger Wasser, noch tiefere Pegel. Die Dürre frisst sich also weiter durchs Land, und ein Ende ist überhaupt nicht in Sicht.

Milliardenrisiko für die Wirtschaft

Was für viele nach reiner Wetterstatistik klingt, wird jetzt richtig teuer. Denn der Rhein ist die wichtigste Wasserstraße des Landes. Wo der Pegel bei Kaub unter 40 Zentimeter rutscht, ist an eine sinnvolle Binnenschifffahrt kaum noch zu denken. Frachter dürfen nur noch halb beladen fahren oder bleiben ganz im Hafen – und genau das treibt die Kosten. Sie merken das längst an der Tankstelle, vor allem im Westen: Weil weniger Sprit über den Fluss kommt, ziehen die Preise an. Chemie, Stahl, Energie – ganze Branchen hängen am Rhein. Hält die Dürre an, geht das schnell in die Milliarden. Und die Aussichten sind, offen gesagt, alles andere als beruhigend.