Désilets: Keine generativen KI-Assets mehr in 1666: Amsterdam
1666: Amsterdam: – Keine KI-Inhalte mehr im Spiel, verspricht Entwickler nach Kritik
Patrice Désilets hat sich erneut zur Kritik an der Nutzung generativer KI bei der Präproduktion von 1666: Amsterdam geäußert. Dabei zeigte er sich „überrascht“ von den Berichten zu diesem Thema.
Patrice Désilets neues Projekt „1666: Amsterdam“ musste in ersten Previews und nach dem Release einer ersten Demo viel Kritik einstecken. Ein Vorwurf, den Fans vorbrachten, betraf dabei den Einsatz von generativer KI während der Entwicklung des Spiels. Genau dazu hat sich Désilets jetzt geäußert.
Désilets bemüht sich um Schadensbegrenzung, aber das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen
Bereits am 09. Juni 2026 hatte Désilets in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X zugegeben, dass generative KI bei einigen Assets (konkret Ingame-Portraits und Marketing-Assets) zum Einsatz gekommen sei. Damals versprach er, dass die Early-Access- und die finale Version von 1666: Amsterdam keinerlei Assets beinhalten werde, die von KI generiert worden seien. Eine Absage an den Einsatz von KI während der Pre-Produktion machte er aber nicht.
Genau das fiel dem Chef-Entwickler aber auf die Füße, denn die Empörung darüber, dass sein Team überhaupt generative KI bei der Entwicklung von 1666: Amsterdam verwendet hat, ebbte nicht ab. Besonders problematisch empfanden Fans ein Interview mit der Redaktion von Eurogamer. Hier erklärte Désilets:
„Und dann gibt es da noch einen Aspekt im Arbeitsablauf: Ich kann die KI bitten, mir 75 verschiedene Varianten einer Sache zu liefern – aber ich kann nicht 75 verschiedene Illustratoren dazu bringen, innerhalb von drei Sekunden eine Variante zu entwerfen. In dieser Welt leben wir, und als wir als kleines Team [das Spiel] entwickelten, haben wir diese Technologie eingebunden. Uns war irgendwann gar nicht mehr bewusst, dass es sich um KI handelte, weil wir uns einfach daran gewöhnt hatten.“
Empfohlener redaktioneller Inhalt https://x.com/PanacheDGames/status/2064464778723008537 An dieser Stelle findest du externe Inhalte von X. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst:
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Diese Aussage interpretierten einige Fans dann so, dass das Team von 1666: Amsterdam so viel KI in ihrem Spiel verwendet habe, dass es selbst den Überblick darüber verloren habe, welche Assets von Menschen stammten und welche von KI. In einem Interview mit GamesRadar+ äußerte sich Désilets deshalb noch einmal ausführlich zu diesem Thema.
Der Assassin's-Creed-Erfinder erklärt, die Berichte hätten ihn überrascht, und stellt anschließend noch einmal klar: Das Team habe zu Beginn der Entwicklung generative KI eingesetzt, vor allem „bei der Konzeption und in der Vorproduktion“. Doch mittlerweile habe man sämtliche KI-generierten Assets gestrichen und werde künftig auch keine KI mehr verwenden.
Ob diese Klarstellung ausreicht, um die Community zu besänftigen, bleibt allerdings fraglich. Schließlich richtete sich die Kritik unter anderem dagegen, dass in der Vorproduktion überhaupt generative KI verwendet wurde. Diese werde mit gestohlenen Assets gefüttert, um eigene Assets zu generieren, lautete der Vorwurf. In diesem Sinne ist bei 1666: Amsterdam das Kind also bereits in den Brunnen gefallen.
Was denkt ihr über die Verwendung von generativer KI bei der Vorproduktion von 1666: Amsterdam? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.