2:1-Sieg für die Tessiner - Lugano rettet Vorsprung gegen erfrischendes Vaduz über die Zeit
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- Lugano entscheidet am ersten Super-League-Spieltag ein ereignisreiches Duell mit Vaduz zuhause mit 2:1 für sich.
- Der Aufsteiger hält gut mit, auch nach einem Platzverweis gegen Goalie Leon Schaffran in der Schlussphase.
- In den weiteren Sonntagspartien bezwingt YB Sion mit 4:2, St. Gallen bodigt den FCZ mit 2:1.
Etwas weniger Drama wäre den Lugano-Anhängern bei der Super-League-Taufe ihres neuen Stadions womöglich auch recht gewesen. Über fehlende Action durften sich die Fans in der AIL Arena aber mit Sicherheit nicht beklagen. Lugano und Vaduz lieferten sich von Minute 1 an einen offenen Schlagabtausch mit dem glücklicheren Ende für das Heimteam.
Die Betonung liegt auf «glücklicheren», denn die Gäste aus Liechtenstein waren Lugano über die volle Distanz ebenbürtig und hätten für ihren beherzten Auftritt eigentlich einen Punktgewinn verdient gehabt. Doch während Vaduz im Abschluss zu oft sündigte, legten die Tessiner besonders in der ersten Halbzeit eine deutlich bessere Effizienz an den Tag.
Verteidiger sorgen für Musik
In einem hauptsächlich von den beiden Offensiven geprägten Partie waren es bizarrerweise zwei Verteidiger gewesen, welche die Gastgeber auf die Siegerstrasse gebracht hatten:
- 29. Minute: Die Vaduzer kriegen einen Grgic-Eckball nicht konsequent geklärt. Lugano setzt nach, Lukas Mai lanciert mit einem Kopfball seinen Verteidiger-Kollegen Antonios Papadopoulos, der im Stile eines Mittelstürmers volley zum 1:0 trifft.
- 37. Minute: Erneut werden die Gäste bei einem Eckball kalt geduscht. Dieses Mal findet die Grgic-Flanke direkt Mai, der mit einem wuchtigen Kopfball auf 2:0 erhöht.
Aus Sicht von Vaduz war der 0:2-Pausenrückstand alles andere als zwingend. Es war das Team von Coach Marc Schneider gewesen, das sich in den ersten 45 Minuten die besseren Chancen erspielte. Dejan Djokic fand mit seinem Flachschuss in der 16. Minute zwar einen Weg vorbei an Lugano-Schlussmann David von Ballmoos, scheiterte aber am Innenpfosten.
Anschlusstor und Goalie-Kuriosum
Auch nach dem Seitenwechsel ging es Hin und Her. Vaduz rannte lange vergebens an, ehe Lutfi Dalipi den Aufsteiger in der 71. Minute doch noch jubeln liess. Der 20-Jährige überlistete von Ballmoos mit einem schönen Schlenzer in die weite Ecke. Knappe zehn Minuten später schwächte sich Vaduz aber selbst. Goalie Leon Schaffran stoppte Lugano-Angreifer Dereck Moncada als letzter Mann, aber gerade noch ausserhalb des Sechzehners, und flog mit Rot vom Feld.
Weil die Gäste aus dem Ländle ihr Wechsel-Kontingent zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschöpft hatten, musste Verteidiger Liridon Berisha sein Spieler- gegen das Goalie-Trikot tauschen und zwischen die Pfosten stehen. Zwar hielt Berisha seinen Kasten in den Schlussminuten sauber. Seinen Vorderleuten gelang der Ausgleich trotz grosser Bemühungen aber nicht mehr.
So geht's weiter
Beide Mannschaften stehen unter der Woche bereits wieder im Einsatz. Am Mittwoch gastiert Lugano im Kosovo zum Rückspiel der zweiten Conference-Quali-Runde bei Dukagjini (Hinspiel 1:0). Vaduz trifft nach dem 4:0-Erfolg im Hinspiel am Donnerstag in Andorra auf Atletic Club d'Escaldes.
In der Super League geht es für beide Teams am nächsten Sonntag weiter. Vaduz empfängt um 14:00 Uhr St. Gallen, Lugano steht ab 16:30 Uhr auswärts gegen GC im Einsatz.
Super League
SRF zwei, Super League – Highlights, 25.07.2026, 22:30 Uhr ; mlo