2. Bundesliga – Wollitz teilt gegen Kritiker aus: „Das ist so peinlich“
Das bislang spektakulärste Fußballspiel dieser noch immer jungen Zweitliga-Saison brachte Energie Cottbus am vergangenen Wochenende einen Punkt. Beim 4:4 in Wolfsburg holten die Lausitzer einen Drei-Tore-Rückstand auf und hatten selbst nach dem zwischenzeitlichen Gegentreffer zum 3:4 in Person von Dmytro Bogdanov noch eine letzte Antwort parat.
Der unerwartete Punktgewinn beim Bundesliga-Absteiger hat der Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz weiteres Selbstbewusstsein eingeimpft. Schon nach dem 3:1-Erfolg gegen Aufstiegs-Mitfavorit Hannover 96 reifte beim Aufsteiger die Erkenntnis, gegen jede Mannschaft der Liga eine Chance haben zu können, die furiose Auseinandersetzung in der VW-Stadt bestätigte diesen Eindruck.
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Am Sonntag (13.30 Uhr) ist Cottbus nun zu Gast beim Karlsruher SC und will im dritten Anlauf den ersten Auswärtssieg feiern. Muss für dieses Vorhaben die Defensive gestärkt werden? Muss Wollitz sich dafür womöglich sogar von seiner sonst so offensiven Herangehensweise verabschieden? „Kein Gegentor der vergangenen Spiele hatte mit der offensiven Ausrichtung zu tun. Bei keinem Tor wurden wir ausgekontert. Es waren individuelle Fehler, unglücklicher kann es nicht laufen“, sagte der 61-Jährige auf der Pressekonferenz am Freitag.
„Wenn ich lese: ,Zwölf Gegentore, ihr seid wie ein Absteiger‘ – das ist so peinlich“, holte er dann noch direkt gegen die Kritiker aus, die in den ersten Saisonwochen keine Balance im Cottbuser Spiel erkennen konnten.
Magdeburg und Dresden am Sonnabend
Schon am Sonnabend (13 Uhr) sind der 1. FC Magdeburg gegen den 1. FC Kaiserslautern und Dynamo Dresden bei Eintracht Braunschweig gefordert. Vor allem das Dresdner Gastspiel in Niedersachsen hat bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison eine große Bedeutung. Nach der unnötigen 1:2-Heimniederlage gegen Bochum bemühten sich die Spieler, schnell wieder nach vorne zu blicken. Lediglich drei Punkte aus vier Spielen bedeuteten einen Fehlstart, der nun ausgemerzt werden soll.
Gut, dass der Gegner ebenfalls unter Druck steht: Seit dem furiosen 6:1-Erfolg am ersten Spieltag in Magdeburg hat Braunschweig jedes Pflichtspiel verloren. Die Kritik richtet sich auch gegen Trainer Lars Kornetka, der mit seinem Team in den zurückliegenden drei Pflichtspielen zwölf Gegentore hinnehmen musste. Womöglich der richtige Kontrahent für Dynamo, um selbst wieder in die Erfolgsspur zu kommen.
Dynamo-Trainer Thomas Stamm steht mit Dresden vor einem wegweisenden Auswärtsspiel in Braunschweig.
© IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jani Pless
Und Magdeburg? Steht mit momentan sechs Punkten aus vier Partien tabellarisch besser da als die beiden Ost-Rivalen, haderte nach dem 1:2 bei Hertha BSC zuletzt aber ebenfalls mit einer Niederlage. Nun kommt mit Kaiserslautern die beste Defensive der Liga. Erst ein Gegentor mussten die Pfälzer in fünf Pflichtspielen hinnehmen. Trainer Petrik Sander bleibt trotzdem gelassen: „Wir haben schon gezeigt, dass wir Tore schießen können. Wichtig ist, dass wir eins mehr schießen als der Gegner. Dafür ist alles erlaubt. Es geht darum, unser Spiel durchzusetzen und sich nicht nach dem Gegner zu richten.“
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