Jahrhundert-Krater auf dem Mond
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Im Frühjahr 2024 dürfte auf dem Mond ein Asteroid oder Komet mit der Größe eines drei- bis sechsstöckigen Hochhauses eingeschlagen sein. Ein Jahrhundertereignis. Der Einschlag hinterließ einen Krater mit einem Durchmesser von 222 Metern.
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Es soll der größte neue Krater sein, der in unserem Sonnensystem bisher entdeckt worden ist. Zwischen Mitte April und Mitte Mai 2024 soll ein Asteroid oder Komet, der so groß wie ein Haus mit drei bis sechs Stockwerken gewesen sein dürfte, auf dem Mond eingeschlagen sein.
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Jahrhundert-Krater auf dem Mond
Die Folge war ein mittlerweile „McGetchin“ getaufter Krater mit 222 Metern Durchmesser und 43 Metern Tiefe. Beobachter:innen gehen davon aus, dass ein Krater von dieser Größe weniger als einmal im Jahrhundert entsteht, wie die Nasa mitteilte. Zum Vergleich: Der Krater der Anfang August 2026 auf den Mond gestürzten SpaceX-Rakete soll etwa 20 Meter Durchmesser und eine Tiefe von fünf Metern haben.
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Entdeckt hat den neuen Riesenkrater der Forscher Robert Wagner bei der Analyse von Aufnahmen des Lunar Reconnaissance Orbiters (LRO). Die Nasa-Raumsonde umkreist den Mond seit mehr als 17 Jahren. Sie hat die Aufgabe, die Oberfläche des Erdtrabanten zu kartieren.
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1.000 neue Einschlagskrater entdeckt
Bisher hat das LRO-Team rund 1.000 neue Einschlagskrater und 100.000 weitere Oberflächenveränderungen registriert, die durch den Aufprall von Objekten auf den Mond oder das dabei herausgeschleuderte Material entstanden sind. Die kleinsten Krater, die sich auf den LRO-Aufnahmen entdecken lassen, haben einen Durchmesser von etwa neun Metern.
Entsprechend auffällig dürfte der Riesenkrater auf den LRO-Bildern gewesen sein. Forscher Wagner berichtet von einem ungewöhnlich großen hellen Fleck mit einem dunklen Hof, den er bei einem Routinecheck der LRO-Daten entdeckt habe. Fleck und Hof zeigten an, dass die Mondoberfläche in diesem Bereich heftig aufgewühlt worden war.
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6 Kilometer großer kalter Fleck
Eine anschließende Analyse des Kraters mit dem Wärmemessinstrument Diviner der LRO-Sonde zeigt, dass ein über sechs Kilometer großes Gebiet um den Krater nachts deutlich kühler ist als die Umgebung. Das lässt darauf schließen, dass das Regolith rund um den Krater aufgelockert worden ist. Dadurch verringert sich laut Nasa dessen Dichte, was wiederum die Fähigkeit zur Wärmespeicherung herabsetzt.
Für die Forscher:innen bemerkenswert ist dabei die große Ausdehnung dieses großen Flecks. Denn sie zeigt, dass Einschläge die Mondoberfläche weit über den Kraterbereich hinaus verändern können. Das wiederum könnte eine wichtige Erkenntnis sein, wenn es darum geht, wie die Räder von möglichen Mondrovern mit der Oberfläche interagieren.
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