3. Liga: Saisonstart geglückt – 1. FC Saarbrücken fährt gegen Rot-Weiss Essen einen Kantersieg ein
3. Liga Saisonstart geglückt – 1. FC Saarbrücken fährt gegen Rot-Weiss Essen einen Kantersieg ein
Saarbrücken · Der 1. FC Saarbrücken hat gegen Rot-Weiss Essen gewonnen. Die Saarländer siegten im ersten Saisonspiel in der 3. Liga mit 5:2. Dabei lagen sie zunächst mit zwei Toren zurück.
09.08.2026 , 18:25 Uhr
Der 1. FC Saarbrücken hat gegen Aufstiegskandidat Rot-Weiss Essen gewonnen.
Foto: IMAGO/Jan Huebner/IMAGO/Ralf Brueck
Saisonauftakt geglückt – Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken hat am Sonntag im Heimspiel gegen Aufstiegsfavorit Rot-Weiss Essen einen Traumstart hingelegt. Im ausverkauften Ludwigsparkstadion erlebten die 15.500 Fans dabei ein wahres Wechselbad der Gefühle. Nachdem die Blau-Schwarzen nach 30 Minuten mit 0:2 zurücklagen, kämpfte sich der FCS noch vor der Pause zurück und gewann am Ende verdient mit 5:2.
FCS geriet zunächst in Rückstand
FCS-Trainer Argirios Giannikis war „sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Wir haben gezeigt, dass wir Abläufe haben, dass wir Herz haben, und dass wir in den Mustern drin sind. Es war ein tolles Ergebnis, auch für unsere Fans.“
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Das sind die Gegner des 1. FC Saarbrücken in der 3. Liga
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Foto: Swen Pförtner/dpa/Swen Pförtner
Vor dem Anpfiff gedachten die Fans der FCS-Vereinslegende Werner Cartarius, der am Montag im Alter von 91 Jahren verstorben war, mit einer Schweigeminute. Danach startete ein intensiv geführtes Traditionsduell. Und Giannikis schenkte zwei jungen Neuzugängen das Vertrauen. Im Kasten erhielt mit Matteo Bignetti (22 Jahre) ein „hochtalentiertes Talent mit viel Potenzial“ (Giannikis) den Vorzug vor Kevin Broll. Dazu bekam das von Bundesligist Eintracht Frankfurt ausgeliehene Sturm-Juwel Alexander Staff (18) den Vorzug vor Kai Brünker.
Und Staff sorgte gleich für Betrieb. RWE-Abwehrchef Ben Hüning konnte den Angreifer nur mit einem Halten stoppen. Dafür sah er von Schiedsrichter Patrick Schwengers die Gelbe Karte (7. Minute). In der zehnten Minute stand der Essener auf der anderen Seite im Fokus, diesmal köpfte Hüning eine Ecke von Lucas Brumme zur 1:0-Gästeführung ins Tor.
FCS zeigte Moral
Der FCS versuchte, eine schnelle Antwort zu finden, hatte viel Ballbesitz – ohne sich aber zwingende Torchancen zu erarbeiten. Bignetti verhinderte mit einer starken Parade gegen einen Freistoß von Brumme aus 18 Metern das 0:2 (21.). Dann war der Österreicher aber machtlos. Erst klärte FCS-Verteidiger Siemen Voet eine Flanke von links genau ins Zentrum zu Semir Telalovic. Dann fälschte Voet den Schuss des Esseners unhaltbar zum 0:2 ab (30.).
Doch die Blau-Schwarzen zeigten Moral – und stellten durch Innenverteidiger Mladen Cvjetinovic auf 1:2. Die Leihgabe von Holstein Kiel stand nach einer Freistoßflanke von Staff goldrichtig und köpfte den Ball aus kurzer Distanz zum Anschlusstreffer in den Kasten (33.). „Nach einem 0:2 so zurückzukommen, das zeigt, dass wir in sechs Wochen schon eine richtige Mannschaft geworden sind“, sagte Cvjetinovic.
Der FCS drückte weiter aufs Gas und egalisierte den Rückstand noch vor der Pause. Neu-Kapitän Florian Pick fand mit seiner Freistoßflanke Kumpel Christian Kühlwetter, der mit links aus sechs Metern den 2:2-Ausgleich erzielte (45.).
Nach dem Seitenwechsel verpasste Kühlwetter eine Hereingabe von Linksverteidiger Niko Bretschneider knapp (46.). In der 58. Minute reagierte Giannikis das erste Mal. Brünker kam für Staff ins Spiel, damit bewies der Trainer ein gutes Händchen. Der FCS war bemüht, das Spiel komplett zu drehen und das klar tonangebende Team. Von Essen kam nach der fulminanten ersten halben Stunde wenig. Saarbrückens Doppelschlag hatte RWE sichtbar aus dem Tritt gebracht. Das nagte auch am Nervenkostüm von Ex-FCS-Trainer Uwe Koschinat, der RWE-Coach beschwerte sich zu heftig und sah dafür Gelb (67.).
Owusu trifft gegen Ex-Club
Und dann waren die Saarbrücker wieder im Pressing erfolgreich. Pick zog von rechts ins Zentrum und schoss an den Pfosten. Von dort sprang der Ball genau vor die Füße von Brünker, der „genau da steht, wo ein Stürmer stehen muss“, wie Pick sagte, und zum 3:2 abstaubte (74.).
Der FCS machte weiter Dampf und sorgte in Minute 89 für die Entscheidung. Voet, in Hälfte eins noch der Pechvogel, köpfte eine Freistoßflanke von Pick zum 4:2 ins Tor. In der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Kelsey Owusu gegen seinen Ex-Club für den 5:2-Endstand (90.+6).
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