Hamburger Musikclub kämpft ums Überleben

Hamburg

40.000 Euro fehlen! Hamburger Musikclub kurz vor der Pleite

Die Band Deez Nuts trat bereits im Monkeys Music Club auf. (Archivbild)
picture alliance / Photoshot

Seit elf Jahren ist der Monkeys Music Club in Ottensen eine feste Größe für Live-Musik. Jetzt droht dem  Club das Aus. Es gibt aber noch Hoffnung.

Seit elf Jahren stehen im Monkeys Music Club in Ottensen Bands aus aller Welt auf der kleinen Bühne. Doch damit könnte bald Schluss sein. Die Betreiber des Clubs stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Pleite droht! Nur Spenden können den Club noch retten.

Im Februar feierte der Monkeys Music Club seinen elften Geburtstag. Aufgeben wolle man deshalb nicht – ein Neustart muss her. Alte Verbindlichkeiten sollen abgebaut und notwendige Instandhaltungsarbeiten nachgeholt werden. Deshalb hat der Club-Betreiber nun eine Spendenaktion gestartet.

Das Ziel: 40.000 Euro. Der Betreiber schreibt, er brauche Hilfe, „den Monkeys Music Club am Leben zu erhalten und in eine bessere Zukunft zu führen“. Der Aufruf endet mit den Worten: „Bitte unterstützt uns dabei“. 

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Warum das Monkey in finanzieller Not steckt

2015 eröffneten drei Betreiber den Monkeys Music Club in der Barnerstraße 16: Aus der anfänglichen „Schnapsidee“ wurde ein Unternehmen mit 26 Mitarbeitern. Auf der Bühne standen sowohl Nachwuchsbands als auch bekannte Acts. Viel Geld verdienten die Betreiber nach eigenen Angaben allerdings nie. Trotzdem konnten bis zur Corona-Pandemie immer alle Rechnungen bezahlt werden, schreibt der Betreiber in dem Spenden-Aufruf.

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Die Unterstützung aus der Community habe dem Club geholfen, durch die finanziell schwierige Zeit zu kommen. Doch nach Ende der Pandemie seien weniger Gäste gekommen, dafür die Kosten gestiegen. Die Miete sei um einen vierstelligen Betrag teurer geworden, auch Ausgaben für Technik, Material, Personal, Energie und Künstlergagen seien explodiert, so der Betreiber.

Ende 2023 habe die Hamburger Behörde für Kultur und Medien zudem rund 38.000 Euro zurückgefordert. Seitdem werde die Summe monatlich zurückgezahlt – die finanziellen Probleme des Clubs wuchsen. Um Rechnungen zu bezahlen und den Betrieb aufrechtzuerhalten, investiere der Betreiber seitdem auch privates Geld in den Club. Nun seien jedoch die eigenen Möglichkeiten ausgeschöpft.

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Mit etwas Glück ist der Betreiber seine größten Sorgen bald los. Denn die Community hilft wieder: Mehr als 38.000 Euro sind bereits zusammengekommen (Stand: 9.9.26, 8 Uhr). Damit könnte der nächste Neustart gelingen und der Club die nächste Jubiläumsmarke, nämlich 15 Jahre, anpeilen. (mp)