44,6 Millionen Euro: Fraunhofer-Institut für sichere KI in Garching eröffnet – Bundesministerin Bär zu Gast
Stand: 15.10.2026, 08:09 Uhr
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Das neue Gebäude des Fraunhofer IKS am Forschungscampus Garching hat 5.230 Quadratmeter auf vier Etagen. Bund und Freistaat Bayern teilen sich die Kosten zu je 50 Prozent.
Garching – Ein weißer Roboterarm arbeitet an einer Maschine. Auf einer transparenten Leinwand davor wird der Roboter gespiegelt und ein roter Kreis herum projiziert. Sobald ein Mensch in diesen Kreis eindringt, stoppt der Arm. Wie künstliche Intelligenz Menschen und Maschinen in der industriellen Fertigung sicher zusammenarbeiten lässt, zeigt das Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS in seinem Living Lab im Erdgeschoss des Neubaus. Dort steht im Mittelpunkt, wie sich KI-Agenten zuverlässig einsetzen und Personen sowie Objekte sicher erkennen lassen.

Das Gebäude am Forschungscampus Garching, das sich der Entwicklung verlässlicher, intelligenter Softwaresysteme als Grundlage für Wertschöpfung durch Künstliche Intelligenz widmet, wurde am Dienstag eröffnet. Unter den Ehrengästen waren Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär (CSU), der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger (FW), der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Holger Hanselka sowie der Vizepräsident der Technischen Universität München Prof. Gerhard Kramer. „Das neue Gebäude des Fraunhofer IKS am Forschungscampus Garching ist das Zuhause für Safe Intelligence. Von hier aus setzen wir weltweit Standards“, sagte Institutsleiter Prof. Mario Trapp. „Die führenden Deep-Tech-Unternehmen suchen bei uns nach Antworten, und wir machen Innovationen für unsere Wirtschaft nutzbar.“
Hier entsteht ein international sichtbarer Ort für die Entwicklung von vertrauenswürdiger KI ,Made in Germany‘.
Bundesministerin Bär zeigte sich begeistert: „Der Campus in Garching ist wirklich beeindruckend.“ Und zum Neubau des Fraunhofer-Institutes sagte sie: „Hier entsteht ein international sichtbarer Ort für die Entwicklung von vertrauenswürdiger KI ,Made in Germany‘.“ Aiwanger sprach von einem „Feiertag für den Wissenschaftsstandort“. „Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie für die Wertschöpfung der Zukunft. KI muss dafür nicht nur leistungsfähig, sondern auch zuverlässig und sicher sein. Hier setzt das Fraunhofer IKS mit seiner Forschung zur Safe Intelligence an.“
Open-Space-Konzept gestaltet mit Meeting-Boxen und einer großen Wendeltreppe
Der Institutsneubau setzt einen baulichen Akzent auf dem Campus. Entworfen und geplant wurde das Fraunhofer IKS von Telluride Architektur aus Düsseldorf unter der Leitung von Hubert Juranek. Vier Jahre dauerte die Bauzeit. Im Institutsgebäude sind derzeit 120 Mitarbeiter tätig – auf insgesamt vier Etagen und 5.230 Quadratmetern. Es ist im Open-Space-Konzept gestaltet mit Meeting-Boxen und einer großen Wendeltreppe in der Mitte, die für zufällige Begegnungen und Austausch sorgen soll. Architekt Vicente Menchero sagte: „Als wir mit dem Institut angefangen haben, hat noch keiner von KI gesprochen.“ Die Kosten für Bau und Erstausstattung belaufen sich auf 44,6 Millionen Euro und werden zu je 50 Prozent vom Freistaat Bayern und vom Bund bereitgestellt.
„Künstliche Intelligenz wird nur dann zum wirtschaftlichen Erfolg, wenn wir ihre Chancen sicher beherrschen. Dafür brauchen wir exzellente Köpfe und Forschung, die technologische Kompetenz mit konkreter Anwendung verbindet. Das Fraunhofer IKS leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, indem es erforscht, wie sich intelligente Software und Künstliche Intelligenz sicher gestalten und verlässlich in Anwendungen bringen lassen“, sagt Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.