500 Euro für Schulgarten: Wiebelskircher Schule erhält Nachhaltigkeitspreis für Gartenprojekt
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500 Euro für Schulgarten Wiebelskircher Schule erhält Nachhaltigkeitspreis für Gartenprojekt
Wiebelskirchen · Tomaten, Gurken und Kräuter wachsen schon. Nun soll an der Schillerschule ein Beeren- und Naschpfad entstehen. Die Kinder sollen den Weg vom Pflanzen bis zur Ernte erleben. Für das Projekt gab es nun einen Preis.
29.09.2026 , 23:00 Uhr
Die Garten-AG der Schillerschule erhielt den Nachhaltigkeitspreis der Sparkassen-Finanzgruppe.
Foto: BeckerBredel
„Es macht mir Spaß, den Garten am Leben zu erhalten“, beschrieb der neunjährige Maximilian Burgat seine Motivation, in der Garten-AG der Schillerschule im Neunkircher Stadtteil Wiebelskirchen mitzuarbeiten. Zusammen mit anderen Schülern kümmert er sich nach dem Unterricht und in den Pausen um die vier Hochbeete und den Garten der Schule. Die Arbeit der AG wurde nun mit dem Nachhaltigkeitspreis der Sparkassen-Finanzgruppe und einem Preisgeld von 500 Euro gewürdigt. Für die Schüler und Betreuer war dies eine große Freude.
Das Geld soll in das neueste Projekt der Schule fließen. Geplant sei ein „Beeren- und Naschpfad“, erklärte Daniela Hennes, Vorsitzende des Schulvereins. Dieser werde auf dem Schulgelände angelegt und solle den Kindern jederzeit zugänglich sein. Hennes sprach über die Grundidee des Projekts: „Dass die Schüler von Grund auf mitbekommen, was aus der Pflanze wird. Vom Pflanzen, Gießen bis zu Ernte.“
„Wir haben alle Kräfte gebraucht“
Die Pflanzung der Sträucher ist für den Herbst nach den Ferien geplant. Die Garten-AG, die wöchentlich nach der fünften Stunde stattfindet, sei bei den Schülern sehr beliebt, berichtete der Schulleiter Patric John. Die Arbeit sei vielfältig und reiche vom Gießen über das Pflanzen von Samen bis hin zum Entfernen von riesigen Sonnenblumen, die über den Sommer gewachsen waren. „Wir haben alle Kräfte gebraucht, die es gab, um diese Wurzeln rauszuziehen“, erinnerte sich Schüler Raik Schiel.
Die geernteten Produkte wie Tomaten, Gurken, Kräuter und bald auch Beeren werden im Rahmen des Schulobstprogramms oder von der Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) als gesunder Snack an die Kinder verteilt. Laut John sei ein wichtiges Ziel der AG, dass die Kinder sehen, wo ihre Nahrung herkommt: „Die Kinder müssen auch sehen, wo das Ganze herkommt, und auch, dass es das nicht nur im Supermarkt gibt. Die Sachen müssen angebaut werden und das ist mit viel Arbeit verbunden.“ So lernten die Schüler beispielsweise, dass man aus frischen Pfefferminzblättern Tee kochen kann, was für viele eine neue Erfahrung war.
Schillerschule hat bereits zuvor Preis gewonnen
Die Schule hatte bereits im Vorjahr einen Preis gewonnen, der in einen Tee- und Kräutergarten investiert wurde. Weitere Projekte sind bereits in Planung, darunter die Installation von Vogelnistkästen mit Kameras in Zusammenarbeit mit dem Nabu, um die Brutzeit live in die Klassenzimmer zu übertragen. Auch Obstbäume könnten im Frühjahr gepflanzt werden.
Für die Zukunft wünschte sich Raik noch mehr Pflanzkästen, in denen auch noch Lavendel und Basilikum Platz finden. „Lavendel riecht einfach so gut“, so Raik. Ideen für einen Sinnesgarten oder sogar die Haltung von Hühnern gebe es ebenfalls, doch dafür brauche man weitere finanzielle Mittel. „Wenn wir weiterhin Preise gewinnen“, fügte Daniela Hennes schmunzelnd hinzu. Zunächst liege der Fokus jedoch auf der Erweiterung des Naschgartens. (ian/jpu)