90. Minute! Erzgebirge Aue ringt den BFC Dynamo in einem spektakulären Fußball-Krimi nieder

Fußball | Regionalliga

Wieder Spektakel im Erzgebirge: Aue feiert ersten Heimsieg 2026

Stand: 06.08.2026 23:05 Uhr

Erzgebirge Aue feiert gegen den BFC Dynamo einen dramatischen 3:2-Heimsieg. Angleberger trifft aus der eigenen Hälfte, Queißer erhöht und Maciejewski entscheidet das Spiel in der 90. Minute.

von Oliver Leiste, SPORT IM OSTEN

In einem äußerst unterhaltsamen Fußballspiel hat Erzgebirge Aue den ersten Heimsieg im Jahr 2026 eingefahren. Gegen den BFC Dynamo Berlin setzten sich die „Veilchen“ mit 3:2 (2:1) durch. Devin Angleberger (19.) und Linus Queißer (43.) brachten Aue zweimal in Führung, Ludwig Bölke (23.) und Rufat Dadashov (54.) trafen jeweils zum Ausgleich. In der 90. Minute sicherte Tim Maciejewski dann den Sieg für die Erzgebirger.

Ende

06.08.2026 19:00 Uhr

3:2(2:1)

Aufstellung

Erzgebirge Aue

M. Uhlig - M. Burghardt, P. Kapp, S. Kokovas, N. Lihsek (73. F. Heidrich), B. Strietzel (86. P. Wagner) - D. Angleberger, W. Kamm (63. C. Pauling), C. Ramadan (63. S. Skarlatidis) - M. Bär, L. Queißer (73. T. Maciejewski)

BFC Dynamo

P. Hainke - T. Gunte, V. Miftaraj, L. Oellers - J. Breitfeld (83. J. Rogero), L. Bölke (83. J. Liebelt), D. Günay (59. T. Windsheimer), L. Mattmüller, V. Sadrifar - Califo Baldé (59. W. Reincke), R. Dadashov (68. L. Fritzsche)

Tore

  • 1:0 D. Angleberger (19.)
  • 1:1 L. Bölke (23.)
  • 2:1 L. Queißer (43.)
  • 2:2 R. Dadashov (54.)
  • 3:2 T. Maciejewski (90.)

Weitere Daten zum Spiel

Fußball, Regionalliga Nordost (M)

Ergebnisse und Tabelle

Traumstart für Aue: Angleberger trifft aus der eigenen Hälfte

Nach einem temporeichen, aber auch hektischen Beginn beider Teams übernahm Aue nach etwa zehn Minuten die Kontrolle und drängte die Gäste im ersten Duell seit 26 Jahren in die eigene Hälfte.Trotz des Drucks versuchten die Berliner, flach und mutig hinten herauszuspielen. So auch vor dem 1:0, als BFC-Hüter Paul Hainke vom eigenen Strafraum Richtung Mittellinie passte. Doch das Zuspiel landete bei Angleberger, der aus der eigenen Hälfte ins leere Tor traf.

BFC Dynamo schlägt zurück, Queißer sorgt für die Pausenführung

Der BFC ließ sich davon nicht beeindrucken und kam nach einem sehenswerten Angriff durch Bölke zum schnellen Ausgleich. In der Folge zogen sich die Gäste aber erneut sehr weit zurück. So schien das nächste Auer Tor nur eine Frage der Zeit zu sein.Mit zahlreichen Flanken versuchten die Lila-Weißen, den Gegner zu knacken, fanden aber zunächst kaum Lücken. Kurz vor der Pause stand dann zweimal Torjäger Marcel Bär im Blickpunkt. Einem Treffer von ihm wurde wegen Abseits die Anerkennung verweigert. Kurz darauf behauptete er den Ball im Mittelfeld, obwohl massiv an ihm gezogen wurde, und setzte Queißer gut in Szene. Der stürmte in den Strafraum und schob in die lange Ecke ein.

Dadashov bestraft Aue nach dem Seitenwechsel

Kopfballduell im Strafraum

Marcel Bär (l.) war entscheidend an zwei Auer Toren beteiligt.

Doch kurz nach der Pause nutzte Berlin die zweite Chance im Spiel zum erneuten Ausgleich. Nach einer Hereingabe behinderte Califo Balde Aues Verteidiger Bastian Strietzel, und der Ball prallte zu Dadashov. Berlins Torjäger vollstreckte aus zehn Metern.Diesmal brauchte Aue länger, um sich von dem Gegentor zu erholen. Das Aufbauspiel stockte, und auch im letzten Drittel fehlte plötzlich die Präzision. Auf der Gegenseite witterte der BFC die Überraschung und übernahm rund 20 Minuten vor dem Spielende sogar die Kontrolle.

Maciejewski sorgt für Ekstase im Erzgebirge

In der Schlussphase kippte die Partie jedoch erneut. Nach zwei harmlosen Weitschüssen seiner Mitspieler war es wieder Marcel Bär, der die Richtung vorgab. In den Schlusssekunden der regulären Spielzeit sicherte er einen langen Ball 25 Meter vor dem BFC-Tor. Anschließend wartete er auf den eingewechselten Simon Skarlatidis und lupfte den Ball in dessen Lauf.Der Routinier behauptete sich zweimal artistisch, ehe er den ebenfalls eingewechselten Maciejewski im Strafraum fand. Dessen Schuss flog unhaltbar ins lange Eck und sorgte für ekstatischen Jubel im Erzgebirge.Insbesondere deshalb, weil die „Veilchen“ anschließend auch die drei BFC-Ecken in der Schlussphase überstanden und damit den ersten Heimsieg des Jahres perfekt machten.

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