1,8 Milliarden Dollar für Trumps Ego: Demokraten zeigen, was man mit dem Geld hätte finanzieren können
927 Millionen Dollar für einen Ballsaal: Demokraten enthüllen die wahren Kosten von Trumps Umbauplänen
Stand: 24.09.2026, 07:21 Uhr
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Demokraten beziffern Trumps Prestigeprojekte auf mehr als 1,8 Milliarden Dollar.
Washington – Donald Trumps Umbauten und Prestigeprojekte könnten US-Steuerzahler nach Berechnungen demokratischer Kongressabgeordneter mehr als 1,8 Milliarden Dollar kosten. Das entspricht rund 1,55 Milliarden Euro. Ein neuer Online-Rechner soll zeigen, welche staatlichen Leistungen mit derselben Summe finanziert werden könnten.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.
Die demokratische Minderheit im Joint Economic Committee des US-Kongresses veröffentlichte die Berechnung am Mittwoch (23. September). In ihrem Bericht wirft sie Trump vor, Steuergeld für „verschwenderische Projekte“ einzusetzen, die ihm selbst zugutekämen. Die mit Abstand größte Position sind demnach Umbauten am Weißen Haus.

Einschließlich eines neuen Ballsaals veranschlagt der Ausschuss dafür 927 Millionen Dollar, rund 797 Millionen Euro. Ein weiterer großer Posten betrifft das Luxusflugzeug, das Trump von der Regierung Katars als Geschenk erhalten hat. Für notwendige Sicherheitsumbauten rechnet der Ausschuss mit etwa 400 Millionen Dollar.
Hinzu kommen nach der Aufstellung 100 Millionen Dollar für einen von Trump geplanten Triumphbogen. Für Arbeiten am Reflecting Pool beim Lincoln Memorial seien bislang 16 Millionen Dollar angesetzt.
Rechner zeigt mögliche Alternativen
Mit dem gleichzeitig veröffentlichten „Trump Vanity Calculator“ – auf Deutsch ungefähr ein „Ego-Rechner“ – will die demokratische Ausschussminderheit die Summe in andere Größen übersetzen. Nach ihren Berechnungen könnten 1,8 Milliarden Dollar beispielsweise mehr als 607 Millionen Schulessen finanzieren.
Möglich wären demnach auch 117.000 zusätzliche Plätze in einem staatlich geförderten Vorschulprogramm für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen. Außerdem könnten mit der Summe nach Berechnung des Ausschusses 246.000 staatliche Studienzuschüsse für einkommensschwächere Studierende finanziert werden.
Gemeint sind die in den USA als Pell Grants bekannten Förderungen, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Der Ausschuss stellt außerdem einen Bezug zur Lebensmittelhilfe für Menschen mit geringem Einkommen her.
Würde das Geld anders eingesetzt, könnten damit nach seiner Rechnung gekürzte Leistungen des staatlichen Lebensmittelhilfeprogramms SNAP für mehr als 429.000 Familien wieder finanziert werden. Der Bericht nennt daneben Kinderbetreuung, medizinische Versorgung für Veteranen und Mieten als weitere Vergleichsgrößen.
Senatorin Hassan greift Trump an
Die ranghöchste Demokratin im Ausschuss, Senatorin Maggie Hassan, griff Trump wegen der Ausgaben scharf an. Er habe Steuergeld „für Projekte verschwendet, die ihm selbst statt dem amerikanischen Volk zugutekommen“, erklärte sie. Besonders schwer wiege das aus ihrer Sicht, weil viele Familien mit hohen Kosten für Miete, Lebensmittel und Kinderbetreuung kämpften.
Die Veröffentlichung fällt in die Schlussphase vor den US-Zwischenwahlen, die laut Ausgangstext noch sechs Wochen entfernt sind. Eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des US-Senders CNN zeigt demnach deutliche Unzufriedenheit mit Trumps politischen Prioritäten.
Nur 24 Prozent der Befragten sagten, der Präsident setze die richtigen Schwerpunkte. Zwei Drittel erklärten, Trump habe die wirtschaftliche Lage im Land verschlechtert. Quellen: Common Dreams, Joint Economic Committee Minority / nif/red.