Zwei aus sieben: Nach Onyedika-Transfer muss Eintracht Frankfurt Platz in der Schaltzentrale schaffen
Abgänge nötig: Nach Onyedika-Transfer hat Eintracht eine volle Zentrale
Stand: 03.08.2026, 14:08 Uhr
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Eintracht Frankfurt stellt sein Herzstück für die kommende Saison neu auf. Plötzlich ist dichtes Gedränge in der Schaltzentrale der Hessen.
Frankfurt – Am Sonntagnachmittag fiel nicht nur Trainer Adi Hütter ein Stein vom Herzen. Eintracht Frankfurt hat mit Raphael Onyedika vom FC Brügge einen Schlüsseltransfer getätigt. Der defensive Mittelfeldspieler kommt für zehn Millionen Euro aus Brügge und hat einen bis 2031 laufenden Vertrag ohne Ausstiegsklausel unterzeichnet. Nicht nur Sportdirektor Timmo Hardung hofft auf einen „Ankerspieler“ für die Hessen.

Onyedika ist als Sofortverstärkung eingeplant. Sollte Hütter an seinem 4-2-2-2-System festhalten, ist somit ein Platz in der Schaltzentrale fest vergeben. Doch wer wird sich im Konkurrenzkampf behaupten und neben dem Nigerianer agieren? Vor allem ein Akteur atmet nun laut durch: Hugo Larsson. Der Schwede könnte wieder zur alten Form zurückfinden.
Wer bekommt den Platz neben Onyedika in der Eintracht-Zentrale?
„Ich war mehr Sechser. Das ist nicht das, wie ich in diesem Klub so erfolgreich geworden bin. Erfolgreich bin ich geworden, weil ich eine „freie“ Rolle hatte, nach vorne und hinten konnte“, sagte er zuletzt im Gespräch mit Absolut Fussball. Onyedika kann Larsson den Rücken freihalten. Davon würde der Schwede profitieren, er könnte wieder seine Stärken als „Box-to-Box“-Spieler einbringen.
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Doch im Trainingslager in Grassau hat sich ein weiterer Akteur in den Vordergrund gespielt: Oscar Höjlund. Der Däne hat einen starken Eindruck hinterlassen. Höjlund ist topfit, fokussiert und in seinem dritten Jahr bei der Eintracht gewillt, den nächsten Schritt zu gehen. In dieser Verfassung wird er in den Gedankengängen von Hütter eine wichtige Rolle spielen.
Wie schnell Neuzugang Noel Aseko helfen kann, ist hingegen noch offen. Für den U21-Nationalspieler haben die Frankfurter etwa zwölf Millionen Euro zum FC Bayern München überwiesen. Aseko konnte wegen anhaltender Knieprobleme jedoch noch nicht mittrainieren. Er wird Zeit brauchen – und bekommen. Denn gerade in der Zentrale gibt es ausreichend Alternativen.
Aktuell herrscht sogar ein Überangebot vor. Ellyes Skhiri spielt in den Planungen keine Rolle mehr, er wurde schon vor der Reise nach Grassau für Gespräche mit anderen Klubs freigestellt. Für den flexibel einsetzbaren Fares Chaibi, der mit einem Abgang nach Saudi-Arabien liebäugelt, wird es ebenfalls schwierig, auf Einsatzminuten zu kommen.
Auch Mario Götze mischt im Konkurrenzkampf mit. Der Weltmeister wird als Ruhepol geschätzt, mit seiner Ballsicherheit, Erfahrung und Spielintelligenz ist er jederzeit eine Option. Bei ihm geht es, im Gegensatz zu Chaibi, nicht mehr um Marktwerte. Das alles zeigt: Der Onyedika-Transfer war daher ein Ausrufezeichen. Wer sich neben ihm durchsetzt, ist schwer abzusehen. Die besten Karten haben in der derzeitigen Verfassung Larsson oder Höjlund.