Abtransport im Krankenwagen: Sorgen um Schalke-Talent Luca Vozar

Der Testspiel-Sieg des FC Schalke 04 gegen den ukrainischen Erstligisten FC Kharkiv (2:0) hatte einen bitteren Beigeschmack. Kurz vor dem Schlusspfiff hat sich Mittelfeldspieler Luca Vozar (19) am Rücken verletzt. Unter Schmerzen humpelte er vom Platz im österreichischen Kematen in Tirol.

Newsletter Illustration

Was war passiert? Vozar dribbelte nach einem Lauf in die Tiefe in den Strafraum der Ukrainer, machte zwei Körpertäuschungen, ehe er zum Abschluss kam. Im Moment des Schusses wurde er allerdings von seinem Gegenspieler weggecheckt. Mit dem Knie wurde das S04-Eigengewächs am Rücken getroffen. Sofort ging Vozar zu Boden, er schrie sogar vor Schmerz. Die medizinische Abteilung der Gelsenkirchener stürmte sofort auf den Rasen. Trotz des offensichtlichen Foulspiels blieb der fällige Elfmeterpfiff übrigens aus.

Metalist Charkiw - FC Schalke 04

22.07.2026, Fussball, Saison 2025/2026, Testspiel, Metalist Charkiw - FC Schalke 04, Lucar Vozar (FC Schalke 04), Ivan Kaliuzhnyi (FC Kharkiv)© FUNKE Foto Services | KROEGER/RHR-FOTO

Schalke-Talent Luca Vozar wird im Krankenhaus untersucht

Wenige Minuten nach dem Abpfiff fuhr dann ein Krankenwagen direkt vor die Schalker Mannschaftskabine und transportierte den 19-Jährigen ab. Der Schalker wurde sogar auf einer Trage fixiert. Das sind zweifelsfrei Bilder, die den Schalkern Sorgen bereiten müssen. Im Krankenhaus wird Vozar nun untersucht. Eine Diagnose steht allerdings noch aus.

Lesen Sie auch

Vozar ist erst seit Beginn der Vorbereitung Teil der Lizenzmannschaft. Noch im Vorjahr war er Kapitän der Schalker U19. In seinen ersten Wochen bei den Profis hinterließ er einen guten Eindruck beim Trainer und der Öffentlichkeit. Muslic traut dem 19-Jährigen viel zu – sogar Einsätze in der Bundesliga. „Er ist ein guter Junge. Ich beobachte ihn schon intensiv das ganze Jahr bei der U19.“, sagte Muslic nach dem ersten Test der Vorbereitung in Gütersloh (1:2). Norbert Elgert habe ihn sehr gut auf den Profibereich vorbereitet, analysierte der Coach. „Aber Luca hat keinen Druck bei uns. Wir wollen diesen Jungen mitnehmen, mittragen, mitentwickeln. Die Zukunft gehört ihm.“