Aktien Europa Schluss: Klare Gewinne nach Ölpreisrückgang | cash
News
Europas wichtigste Aktienmärkte sind dank niedrigerer Ölpreise schwungvoll in die neue Börsenwoche gestartet. Vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) setzten die Anleger ihre Hoffnungen auf diplomatische Bemühungen zur Entschärfung der Situation im Nahen Osten.
21.09.2026 18:32

Der EuroStoxx 50 schloss am Montag mit einem Plus von 1,31 Prozent bei 6.318,20 Punkten. Ausserhalb der Eurozone ging es für den britischen FTSE 100 um 0,75 Prozent auf 10.739,01 Zähler nach oben. Der Schweizer Leitindex SMI legte um 1,23 Prozent auf 13.956,58 Punkte zu.
Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November fiel zeitweise unter die Marke von 100 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit dem 9. September. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Fox News mitgeteilt, er wäre am Rande der UN-Generalversammlung, die am Dienstag beginnt, «wahrscheinlich» bereit zu einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian. Auch das geplante Gipfeltreffen zwischen Trump und Chinas Xi Jinping nährte Spekulationen auf eine Lösung der Nahost-Konflikte.
Besonders begehrt waren Aktien aus dem Technologiesektor, denn US-Präsident Donald Trump will die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) in den USA weiter beschleunigen - trotz wachsender Warnungen vor existenziellen Risiken. Vertreter der USA und Chinas äusserten sich optimistisch über Gespräche zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt zum Thema KI. «Wir wollen eine gemeinsame Vision hinsichtlich gemeinsamer Ziele und gemeinsamer Bedrohungen», sagte US-Finanzminister Scott Bessent.
Aktien von Siemens , Schneider Electric , ASML und Infineon gehörten vor diesem Hintergrund zu den führenden Werten im EuroStoxx 50. Aus dem erweiterten Technologiesektor schnellten die Aktien von AMS-Osram um fast 24 Prozent hoch. Der Sensoren- und Halbleiterhersteller hat im Bereich des KI-Ausbaus einen technologischen Durchbruch bei Dünnschicht-Oberflächenemittern (VCSELs) erzielt.
Etwas hinter den Tech-Werten bewegte sich in der Branchentabelle der Bankensektor, in dem die Aktien der Societe Generale um 1,8 Prozent zulegten. Die französische Bank peilt mittelfristig eine deutlich höhere Eigenkapitalrendite an und gab ausserdem bekannt, dass bis zum Jahr 2029 mindestens 21 Milliarden Euro in Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe gesteckt werden sollen.
Dagegen sackten die Papiere von Novo Nordisk um rund 8 Prozent ab. Bis 2030 werde zwar ein durchschnittliches Wachstum auf Augenhöhe mit der Konkurrenz avisiert, sagte ein Marktteilnehmer. Dies seien aber die Jahre vor der Patentklippe des Wirkstoffs Semaglutid, die ein wichtiger Sorgenfaktor bleibe. Die Skeptiker monierten zudem die recht hohe Bewertung der Aktie.
Im Logistikbereich fiel Kühne & Nagel an der Schweizer Börse mit einem Anstieg von 3,9 Prozent positiv auf. Der Konzern sorgte mit der Vereinbarung einer langfristigen strategischen Zusammenarbeit mit dem Online-Riesen Amazon für etwas KI-Fantasie unter seinen Anlegern./edh/mis
(AWP)