Aktien New York: Kursrutsch an der Nasdaq - KI-Sorgen und steigende Ölpreise | cash

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Deutlich gestiegene Ölpreise und negativ aufgenommene Investitionspläne des Technologiekonzerns Meta haben der Nasdaq-Börse am Donnerstag wieder einen kräftigen Dämpfer verpasst. Mit der Erholung vom Vortag war es somit schnell vorbei. Der Nasdaq 100 fiel unter 29.000 Punkte auf den tiefsten Stand seit Mitte September. Knapp zwei Stunden vor Börsenschluss verlor er 3 Prozent auf 28.937 Zähler.

22.10.2026   20:19

New York Stock Exchange an der Wall Street in New York, USA.
New York Stock Exchange an der Wall Street in New York, USA.Quelle: imago/UPI Photo

Die Ölpreise legten nach einem Drohnenangriff auf ein Ölfeld in Saudi-Arabien nochmals zu und schürten Inflationssorgen und damit Zinsangst - zulasten der Technologie-Aktien. Anleger fürchten, dass diese ihren hohen Bewertungen nicht gerecht werden könnten.

Für den in diesem Monat im Vergleich zur Nasdaq deutlich besser laufenden Leitindex Dow Jones Industrial ging es zuletzt um 0,25 Prozent auf 52.726 Zähler nach unten. Der marktbreite und mit Techwerten gespickte S&P 500 sank um 1,45 Prozent auf 7.645 Punkte.

Weitere Pläne von Meta zur Aufstockung der Investitionen gaben einmal mehr Anlass zur Sorge, dass die Technologiegiganten in einem bereits gesättigten Markt mehr Anleihen für den Ausbau der KI-Infrastruktur auflegen werden. Allein Meta steckt in diesem Jahr mindestens 135 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Das Geld dafür liefert weiter das boomende Werbegeschäft. Die Aktien des Social-Media-Riesen rutschten am Donnerstag nach den am Vorabend präsentierten Quartalszahlen um 7,5 Prozent ab.

«Die Botschaft scheint immer deutlicher zu werden: Der Markt ist nach wie vor bereit, hohe Investitionen in KI zu belohnen, stellt jedoch immer höhere Anforderungen an die Renditen», sagte Santiago Mateo, Leiter des Aktienbereichs der CaixaBank AM. «Die Anleger wollen Nachweise dafür, dass sich die Investitionen in ein stärkeres Wachstum, eine bessere Monetarisierung und letztendlich in Gewinnen niederschlagen.»

Den Aktien von Tesla reagierten auf einen Gewinneinbruch im vergangenen Quartal mit minus 2,2 Prozent. Die Resultate des E-Fahrzeugbauers seien insgesamt erfreulich ausgefallen, schrieb JPMorgan-Analyst Rajat Gupta. Kurzfristig bleibe es aber aus finanzieller Sicht zunächst bei steigenden Betriebskosten und erhöhten Investitionsanstrengungen.

Für die Titel des Chipindustriezulieferers Lam Research ging es nach Geschäftszahlen um 11 Prozent bergab. Besser sah es für die Papiere des traditionsreichen IT-Unternehmens IBM aus, die nach dem Quartalsbericht nur um ein halbes Prozent schwächer notierten.

Die Aktien von Moderna brachen um ein Viertel ein und jene von Merck & Co verloren 1,3 Prozent. Zuvor waren Berichte über die Ergebnisse des mit Spannung erwarteten personalisierten Melanom-Impfstoffs der Unternehmen aufgetaucht. Dies deutet auf eine mögliche Vorabveröffentlichung der Daten hin, die eigentlich erst an diesem Wochenende bekannt gegeben werden sollen.

Ein überraschend guter Start ins neue Geschäftsjahr bescherte dem Konsumgüterriesen Procter & Gamble ein Kursplus von 5,8 Prozent. Die Papiere notieren damit nur noch knapp unter ihrem Jahreshoch von Ende Februar.

Die Titel von Spotify sprangen um fast 11 Prozent hoch. Der Streamingdienst steigerte mit Rückenwind durch ein Wachstum der zahlenden sowie werbefinanzierten Abonnements Umsatz und Gewinn deutlich./ajx/he

(AWP)