„Braucht eine sehr starke Mutter“: Zverev erinnert sich an schwere Stunden in Kindheit – Tränen beim Papa
Stand: 14.09.2026, 09:50 Uhr
Kommentare
Alexander Zverev ist US-Open-Sieger. Der Deutsche krönt seine unfassbare Saison – und berührt mit emotionalen Worten an seine Mutter.
New York – Alexander Zverev ist „der unangefochtene Herrscher“ von New York: Im Finale der US Open setzte sich der Hamburger mit 6:3, 7:6, 5:7, 6:2 gegen den US-Amerikaner Ben Shelton durch. Nach 3:33 Stunden war der erste Titel in Flushing Meadows perfekt – und der zweite Grand-Slam-Triumph des Deutschen in diesem Jahr nach seinem Erfolg bei den French Open.

Der sportliche Triumph war nur der Auftakt zu einer besonders bewegenden Nacht. In seiner Siegesrede dankte Zverev zunächst seinem Team und sprach über die lange Leidenszeit. Zuvor zeigte die deutsche Nummer eins abermals wahre Größe im Triumph. Dann richtete er in seiner Siegesrede den Blick auf seine Familie.
Alexander Zverev würdigt Mutter in emotionaler Siegesrede
„Wir mussten 30 Jahre warten, ohne einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen, und jetzt haben wir innerhalb von drei Monaten gleich zwei gewonnen. Ich glaube, Gott hat gesehen, wie hart wir gearbeitet haben, wie viel wir gelitten haben und wie viel Schmerz wir durchgemacht haben. Und ich glaube, 2026 ist das Ergebnis all der Jahre, die davor gekommen sind“, blickte Zverev dabei auf die schwierigen letzten Jahre zurück.
Besonders emotional wurde es, als der Deutsche auf seine Mutter zu sprechen kam. „Dann möchte ich noch einer Person danken, die meine Matches eigentlich nie verfolgt, aber die wichtigste Person in meinem Tennisleben und überhaupt in meinem Leben ist.“ Als Zverev zu seiner Würdigung ausholte, schaltete die Übertragung auf seinen Vater und Trainer Alexander senior. Der kämpfte sichtbar mit den Tränen.
„Wenn bei deinem vierjährigen Sohn Diabetes diagnostiziert wird und die Ärzte dir sagen, dass sein Leben und seine sportlichen Möglichkeiten sehr, sehr eingeschränkt sein werden, dann braucht es eine sehr, sehr starke Mutter“, erzählte Zverev. Seine Mutter habe damals die Arztpraxis verlassen und klargemacht: „Mein Sohn wird alles sein, was er sein möchte.“
„Wenn er Tennisspieler werden will, wird er Tennisspieler. Wenn er etwas anderes machen möchte, wird er etwas anderes machen. Aber diese Krankheit wird uns nicht definieren“, zitierte Zverev seine Mutter. Zum Schluss sagte er: „Meine Mutter ist der wichtigste und stärkste Mensch, den ich kenne. Denn es braucht eine unglaublich starke Frau, um das zu tun, was sie getan hat.“ Im Hintergrund rang sein Vater währenddessen weiter um Fassung – und war sichtlich stolz auf seinen Sohn. (kk)