Alle Teilverbände haben ihre Kilchberger-Selektion gemacht
Alle Entscheidungen gefallen
Diese 60 Schwinger dürfen ans Kilchberger
In weniger als drei Wochen steht das Highlight der Schwing-Saison an. Nun ist klar, welche Athleten am Kilchberger teilnehmen werden.
Publiziert: 19:26 Uhr
|
Aktualisiert: 19:30 Uhr
Nicola AbtReporter Sport
Das Teilnehmerfeld für den Kilchberger steht. 60 Schwinger aus allen fünf Teilverbänden dürfen Anfang September am Saisonhöhepunkt antreten. Blick zeigt, wer dabei ist, wer überraschend fehlt und wo es Ärger gibt.
Innerschweiz (16 Plätze)
Der grösste Teilverband reist ohne Top-Favoriten auf den Sieg ans Kilchberger. Am ehesten ist Lukas Bissig eine Überraschung zuzutrauen. Im Aufgebot stehen sieben Eidgenossen. Fragwürdig ist die Nichtselektion von Marco Fankhauser. Er muss nach erfolgreicher Reha und trotz Bergkranz zu Hause bleiben. Unter anderem Roland Reichmuth erhält den Vorzug. Er hat zwar einen Saisonkranz mehr, im Gegensatz zu Fankhauser aber keinen Bergkranz gewonnen. Fankhauser bezeichnet den Entscheid als «nur schwer nachvollziehbar».
Team: Joel Ambühl, Jonas Amrhyn, Silvan Appert, Marcel Bieri, Luc Bissig, Lukas Bissig, Fredi Bruhin, Urs Doppmann, Michael Gwerder, Lukas Heinzer, Sven Lang, Marc Lustenberger, Roland Reichmuth, Martin Schönbächler, Samuel Schwyzer, Christian Zemp
Nordwestschweiz (8 Plätze)
Die klare Nummer eins ist Nick Alpiger. Der Aargauer gewann am Sonntag das Nordwestschweizer Teilverbandsfest und gehört auch in Kilchberg zu den Siegesanwärtern. Als Geheimfavorit reist Sinisha Lüscher nach Zürich. Überraschend ist die Selektion von Jonas Glutz.
Der 20-jährige Nicht-Eidgenosse lieferte mit dem Bergkranz auf der Rigi ein starkes Argument und profitierte gleichzeitig von mehreren verletzungsbedingten Ausfällen. Auch Adrian Odermatt sicherte sich zu Recht eines der begehrten Tickets. Der Baselbieter Eidgenosse musste bis zuletzt zittern.
Team: Nick Alpiger, Andreas Döbeli, Marius Frank, Jonas Glutz, Sinisha Lüscher, Adrian Odermatt, Joel Strebel, Lars Voggensperger
Bern (15 Plätze)
Angeführt wird der stärkste Teilverband von Topfavorit Fabian Staudenmann. Sein Freund Severin Schwander sicherte sich mit dem Kranz auf der Schwägalp noch das letzte Ticket. Dafür muss Damian Dubach zu Hause bleiben – obwohl er gleich viele Saisonkränze und im Gegensatz zu Schwander einen Teilverbandskranz vorzuweisen hat. Für den Metzger sprach, dass er bereits Eidgenosse ist. Ein diskutabler Entscheid.
Team: Matthias Aeschbacher, Etienne Burger, Matthieu Burger, Dominik Gasser, Bernhard Kämpf, Michael Ledermann, Michael Moser, Leandro Nägeli, Remo Rutsch, David Scheuner, Severin Schwander, Fabian Staudenmann, Silvan Trittibach, Adrian Walther, Lars Zaugg
Südwestschweiz (5 Plätze)
Romain Collaud, Lario Kramer und Johann Borcard waren gesetzt. Bei den letzten beiden Plätzen wurde es knifflig. Umstritten ist die Selektion der Tornare-Brüder. Paul kehrte nach einer Verletzung erst Ende Juni zurück und gewann seither zwei Kränze. Für ihn spricht Rang zwei am eigenen Teilverbandsfest. Sein Bruder Laurent hat fünf Saisonkränze vorzuweisen.
Brisant ist der Vergleich mit den beiden Übergangenen. Hugo Schläfli gewann vier Kränze und hat den Tornare-Brüdern etwas voraus: Auf dem Schwarzsee sicherte sich der Enkel von Schwing-Legende Ernest Schläfli einen Bergkranz. Auch Christoph Baeriswyl bleibt zu Hause – obwohl er wie Laurent Tornare fünf Saisonkränze gewonnen hat.
Team: Johann Borcard, Romain Collaud, Lario Kramer, Laurent Tornare, Paul Tornare
Nordostschweiz (14 Plätze + 2 Plätze vom Schwingklub Zürich)
Die Selektion von Marco Good wird hitzig diskutiert. Der Eidgenosse darf trotz lediglich zwei Saisonkränzen ans Kilchberger. Auf der Ersatzliste stehen hingegen gleich drei Schwinger mit mehr Saisonkränzen. Kranzfestsieger Silvio Oettli hat drei und Kilian Kolb sowie Gian Maria Odermatt sogar je vier vorzuweisen. Für Good spricht, dass er am Nordostschweizer Teilverbandsfest den Kranz gewann und ein hervorragender Verteidiger ist.
Oettli und Odermatt verpassten dort hingegen die Auszeichnung. Glück hat Eidgenosse Fabian Kindlimann. Er hat erst einen Kranz gewonnen, profitiert aber von den zwei Startplätzen des Schwingklubs Zürich. Nun hoffen alle, dass Giger und Schlegel rechtzeitig fit werden.
Team: Janos Bachmann, Christian Biäsch, Mario Bösch, Samuel Giger, Marco Good, Andrin Habegger, Fabian Kindlimann, This Kolb, Josias Müller, Armon Orlik, Damian Ott, Martin Roth, Werner Schlegel, Domenic Schneider, Mario Schneider, Andy Signer
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.