„Ich bin kein Psychopath“: Mutmaßlicher Serienkiller in Frauenkleidern gefasst – soll 80 Menschen getötet haben
Als Frau verkleidet mit Baby auf dem Arm: Mutmaßlicher Serienkiller scheitert bei Flucht
Stand: 19.09.2026, 08:03 Uhr
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Mit Perücke, Kleid und einem Baby auf dem Arm wollte Jorlan Lopes da Silva fliehen. Der 33-Jährige soll nach eigenen Angaben rund 80 Menschen getötet haben.
Mamanguape – Mit einem langen Kleid, einer schwarzen Perücke und einem Kleinkind auf dem Arm hat ein mutmaßlicher Serienkiller am Freitag (18. September) im brasilianischen Mamanguape versucht, als Frau verkleidet der Polizei zu entkommen – doch der Plan scheiterte. Nach einem mehr als 30-stündigen Einsatz einer Spezialeinheit nahmen Beamte der Zivilpolizei des Bundesstaates Paraíba den 33-jährigen Jorlan Lopes da Silva fest, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Laut Medienberichten hatte sich der mutmaßliche Mörder die Fingernägel lackiert und sich in ein Frauenkleid gezwängt. Außerdem trug er eine Perücke. Bereits in Handschellen trat er lächelnd vor die Kameras und zog sich die langen Haare vom Kopf. Bei der anschließenden Vernehmung, die in der brasilianischen Sendung Balanço Geral zu sehen war, gab er sich betont gelassen: „Ich bin kein Psychopath und keine gefährliche Person. Ich bin ein guter Mensch. Jeder kennt mich.“
Mutmaßlicher Serienmörder in Frauenkleidern gefasst – er soll einem Kartell angehören
Lopes da Silvas eigene Angaben zeichnen ein anderes Bild: Er soll nach eigenen Aussagen rund 80 Menschen getötet haben – das erste Mal mit etwa 13 Jahren, nach einem Angriff auf seinen Vater. Die Polizei prüft die genaue Zahl der Opfer noch. Polizeikommissar Douglas Garcia sagte der Jornal da Paraíba, es gebe bereits Indizien, die den Mann mit 16 Tötungen innerhalb von nur drei Monaten in Verbindung brächten. Erst im Mai 2026 war er aus der Haft entlassen worden.
Laut der Zivilpolizei soll er einer kriminellen Vereinigung angehören, die in der Region des Mamanguape-Tals mehrere Menschen getötet hat. Medien vermuten, dass der 33-Jährige ein Auftragsmörder des Comando Vermelho ist. Das Kartell ist im Drogenhandel im Großraum Rio de Janeiro aktiv und hält rund 40 Prozent des lokalen Marktes unter seiner Kontrolle, berichtet etwa Bild.
Mit der Gruppe Nova Okaida, der Lopes da Silva einst selbst angehörte, befindet sich die Organisation im offenen Konflikt. Später soll er die Fronten gewechselt und frühere Bandenmitglieder getötet haben. Er selbst bestreitet, einer Bande anzugehören. Bereits einen Tag vor der Festnahme wurden zwei mutmaßliche Komplizen verhaftet. In den USA wurde 2025 ein mutmaßlicher Serienvergewaltiger gefasst. Die Zahl seiner Opfer könnte über 25 liegen. (Quellen: dpa, Bild) (cln)