An dänischer Küste angespült: Verstorbener Riesenhai stellt Forschende vor ein Rätsel

Stand: 14.08.2026, 13:57 Uhr

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Tagelang war ein Riesenhai im flachen Wasser vor Ålbæk zu sehen, dann wurde das Tier tot aufgefunden. Eine umfangreiche Untersuchung brachte bislang keine eindeutige Erklärung für seinen Tod. Wissenschaftler rätseln.

Ålbæk – Ein toter Riesenhai beschäftigt Forschende in Dänemark. Das Weibchen war in der vergangenen Woche zunächst im flachen Wasser vor Ålbæk gesichtet worden und hatte dort zahlreiche Schaulustige angelockt. Offenbar hatte das Tier dort nach Nahrung gesucht. Riesenhaie ernähren sich hauptsächlich von Plankton.

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Zwei Tage nach der ersten Sichtung wurde dann der Kadaver rund einen Kilometer nördlich des Hafens gefunden. Das Tier war knapp fünf Meter lang und mehrere Hundert Kilogramm schwer. Sein Alter wurde auf etwa zehn bis 15 Jahre geschätzt – für einen Riesenhai war es damit noch vergleichsweise jung. Sie können bis zu zehn Meter lang und etwa 50 Jahre alt werden

Der Kadaver wurde aus dem Wasser transportiert und anschließend untersucht.

Der Kadaver wurde aus dem Wasser transportiert und anschließend untersucht. © Nordsøen Oceanarium

Ein großes Team kam für dieses Ereignis zusammen

Ein Team aus acht Fachleuten untersuchte den Kadaver im Nordsøen Oceanarium fast vier Stunden lang. Beteiligt waren außerdem das Statens Naturhistoriske Museum, das Kattegatcentret und das Museum Sønderjylland. Die Fachleute nahmen zahlreiche Proben und insgesamt 43 Körpermaße.

Keine Hinweise auf die Todesursache

Dabei ergab sich zunächst kein Hinweis auf eine eindeutige Todesursache. Nach Angaben der Forschenden befand sich der Hai in einem guten Ernährungszustand und hatte offenbar erst kurz vor seinem Tod Nahrung aufgenommen. Hinweise darauf, dass das Tier verhungert oder durch mangelnde Nahrung geschwächt gewesen sein könnte, fanden sie nicht.

Verschiedene Parasitenarten entdeckt

Auch Parasiten wurden entdeckt. Im Darm fanden die Fachleute fünf verschiedene Arten, weitere saßen auf der Haut. Ein solcher Befall muss nach Einschätzung der Forschenden jedoch nicht problematisch sein, da Haie Parasiten normalerweise tolerieren können. Die gefundenen Organismen sollen deshalb noch genauer untersucht werden.

Äußerlich zeigte der Körper lediglich einige oberflächliche Kratzer. Die Forscher untersuchten auch die Organe des Hais: Die Leber wog rund 75 Kilogramm, das Herz etwa 15 Kilogramm. Trotz der ausführlichen Untersuchung blieb offen, woran der Riesenhai gestorben ist. Die entnommenen Proben sollen nun weitere Erkenntnisse liefern.