Strafanzeige eingereicht: SBB reagiert auf Zugblockade
Anzeige ist raus!
SBB reagiert auf Zugblockade durch GC-Fans
Gezogene Notbremse, Brandalarm und Verspätungen und Zugausfälle. Hässige GC-Fans hielten die SBB am Wochenende ordentlich auf Trab. Nun reagiert das Unternehmen und reicht Strafanzeige ein.
Publiziert: 18:16 Uhr
|
Aktualisiert: vor 39 Minuten
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- SBB kämpft am Samstag mit chaotischen Fussballfans und Zugausfällen
- Mindestens 15 Notbremsungen verursachen über sechs Stunden Verspätung
- Über 4 Millionen Franken jährliche Kosten für Fanzug-Angebote
Angela RosserJournalistin News
Am Samstag hatten die SBB mit aufsässigen Fussballfans alle Hände voll zu tun. Es wurde die Notbremse gezogen, Zigaretten lösten den Brandalarm aus und es kam zu etlichen Ausfällen und Verspätungen im Bahnverkehr. Hinter der gezielten Blockade steckt eine Protestaktion der Fussballfans gegen die Schweizerischen Bundesbahnen. «Die SBB baut den Einsatz von Extrazügen systematisch ab», heisst es auf einem Flyer, den die GC-Fans im Zug verteilten.
Am Montagabend schreibt das Unternehmen dann in einer Mitteilung, dass die SBB auch in Zukunft an den Fanzügen festhalten werden. Die SBB widersprechen zudem der Kritik, Fanzüge würden systematisch abgebaut.
Reservierte Plätze und Extra-Wagen
«Bei Spielen der Super League kommen sie weiterhin ab einer Gruppengrösse von 400 Fans zum Einsatz», heisst es. Kleinere Gruppen würden mit reservierten Plätzen in regulären Zügen reisen. Bei Bedarf sollen diese durch weitere Wagen ergänzt werden.
Die für sie vorgesehenen Wagen, sollen die Fans am Samstag aber nicht genutzt haben. Auf der Zugreise sollen die Fans unter anderem «mindestens 15 Mal» die Notbremse gezogen haben. «Die SBB verurteilt das Verhalten scharf und hat Strafanzeige eingereicht. Insgesamt waren 85 Züge betroffen, mit kumulierten Verspätungen von über sechs Stunden», heisst es.
Verhaltenskodex und Sanktionen
Für die Saison 2026/27 planen die SBB gezielte Anpassungen. Fanzüge sollen künftig nur dann verkehren, wenn gleichzeitig reguläre Verbindungen bestehen. Andernfalls können Vereine Charterzüge organisieren. Zudem wird ein verbindlicher Verhaltenskodex eingeführt, der bei Verstössen Sanktionen bis hin zu rechtlichen Schritten vorsieht.
Trotz hoher ungedeckter Kosten von über vier Millionen Franken pro Jahr wollen die SBB am Angebot festhalten und appelliert an Fans, Clubs und Behörden, gemeinsam für einen sicheren Bahnbetrieb zu sorgen.