Polizisten in Italien machen unglaublichen Fund – er ist 2000 Jahre alt

Archäologischer Glücksfall im Mittelmeer: Carabinieri heben Schiffswrack voller (historischer) Schätze

Stand: 09.08.2026, 21:48 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Vor Sizilien entdeckten Carabinieri ein 2000 Jahre altes Wrack mit Hunderten Amphoren. Es ist „eine der bedeutendsten Unterwasserentdeckungen“.

Mazara del Vallo – Immer wieder werden in Italien archäologische Funde gemacht. Manche besonderen Meilensteine sind und bleiben eine absolute Ausnahme – wie in einem Fall im Mittelmeer. Vor der Küste von Mazara del Vallo wurde das Wrack eines römischen Handelsschiffes entdeckt, vollbeladen mit Hunderten von Amphoren, die einst Wein oder Olivenöl durch antike Handelswege transportierten.

Das Bild zeigt Tiefseefischerboote, mit denen im neuen Hafen in der Gemeinde Mazara del Vallo in der Provinz Trapani auf Sizilien, weniger als 200 km von der tunesischen Küste Nordafrikas entfernt, riesige rote Garnelen gefischt wurden.

Vor der Küste von Mazara del Vallo wurde das Wrack eines römischen Schiffes gefunden – eine herausragende archäologische Entdeckung. (Symbolbild) © ANDREAS SOLARO

Seit mehr als zwei Jahrtausenden schlummerte das Wrack am Meeresgrund. Jetzt haben sizilianische Carabinieri und Meeresarchäologen das außergewöhnliche Wrack geborgen. Es ist einer der größten Unterwasserfunde seit Jahren.

Wrack aus der Römerzeit: Bürger gaben den entscheidenden Hinweis

Den Anstoß zur Entdeckung gaben Privatpersonen, die den Fund gemeldet hatten. Daraufhin führten das Nucleo Carabinieri Tutela Patrimonio Culturale (TPC) aus Palermo, die Tauchereinheit der Carabinieri aus Messina sowie die Meeresdenkmalbehörde der Region Sizilien einen gemeinsamen Tauchgang durch – unterstützt vom Patrouillenboot der Carabinieri aus Trapani. Was sie auf dem Meeresgrund vorfanden, übertraf alle Erwartungen.

Das Wrack liegt rund fünf Kilometer vor der Küste von Mazara del Vallo und stammt vermutlich aus dem 2. oder 1. Jahrhundert vor Christus. Auf dem Meeresgrund liegen Hunderte von Amphoren des Typs Dressel 1A – ein für die römische Antike typischer Behälter, der vor allem für den Weintransport genutzt wurde. Dazu kommen zwei Bleianker und eine weitere Bleistruktur. La Sicilia berichtet, dass die Amphoren wichtige Hinweise auf Handelswege und die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Sizilien und dem übrigen Mittelmeerraum in der Römerzeit liefern könnten.

Weitere Untersuchungen des Wracks geplant

Kulturminister Alessandro Giuli zeigte sich begeistert: „Es ist eine der bedeutendsten archäologischen Unterwasserentdeckungen der vergangenen Jahre.“ Er lobte ausdrücklich die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden. Auch Carabinieri-Kommandant General Salvatore Luongo würdigte den Fund als „eine Operation von besonderer Bedeutung, das Ergebnis außerordentlicher Professionalität und Zusammenarbeit.“

Die Arbeit ist noch nicht beendet: Die Meeresdenkmalbehörde der Region Sizilien wird den Fundort weiter dokumentieren und untersuchen, um den archäologischen Kontext des Schiffbruchs zu rekonstruieren. Gleichzeitig sollen Schutzmaßnahmen für das Wrack erarbeitet werden, wie das Kulturministerium in Rom mitteilt. (Quellen: La Sicilia, Ansa) (sp)