Nicht nur Handball-WM? ARD-Sportkoordinator macht Zuschauer wenig Hoffnung im Rechte-Poker
ARD-Sportchef hält Verlust von weiteren TV-Rechten für möglich
Stand: 27.08.2026, 22:35 Uhr
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Die ARD hat in den vergangenen Jahren einige TV-Rechte verloren. Der Sportchef will das auch in Zukunft nicht ausschließen.
Frankfurt – Die ARD ist einer der größten Inhaber von TV-Sportrechten in Deutschland. Auch in der anstehenden Bundesliga-Saison können die Fans in der Sportschau am Samstag ab 18 Uhr wieder die Highlights aus den drei großen Fußball-Ligen sehen. Dies wird auch bis 2029 weiterhin der Fall sein, allerdings könnte der Sender dieses Recht verlieren.

„Natürlich kann es immer sein, dass wir bestimmte Rechte, die wir in der Vergangenheit hatten, nicht mehr erwerben, aber damit können wir umgehen“, sagte Sportchef Axel Balkausky in der Sport Bild. Damit sprach er auch über den Verlust der TV-Rechte für die anstehende Handball-WM in Deutschland, die im Januar 2027 stattfinden wird. Dort hat ProSiebenSat.1 zugeschlagen.
Weitere Rechteverluste? ARD-Sportchef sieht sich gut gerüstet
Doch auch ohne eines der größten Zugpferde sieht er „nach wie vor ein sehr breites Rechte-Portfolio“ bei den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern. „Dieses Jahr hat die ganze Kraft des öffentlich-rechtlichen Sports noch einmal eindrucksvoll gezeigt“, bekräftigte er die Power, die ARD und ZDF immer noch ausstrahlen würden.
Daher zählte er auch die Höhepunkte der vergangenen Monate auf: „Olympia im Winter, Fußball-WM im Sommer, aber eben auch Finals und all die EMs und WMs, die wir in den vergangenen Wochen auf allen Ausspielwegen begleitet haben. Und dazu auch der paralympische Sport, der ohne uns nicht diese Sichtbarkeit hätte.“
Ob der Sender diese Vielfalt weiter zeigen kann, hängt nicht zuletzt davon ab, wie sich das Budget entwickelt. Dort herrscht aktuell noch keine Klarheit für die Zukunft. „Wir gehen von einem sparsamen Weg auch in Zukunft aus“, meinte Balkausky nüchtern, schob aber hinterher: „Aber wir wissen, welchen Wert unsere Berichterstattung für den ganzen Sport hat, das sollten sich alle Rechteinhaber und Verbände auch für die Zukunft merken.“ (smu)