Asklepios-Stadtklinik: 55,25 Millionen Euro vom Freistaat für Erweiterung
Stand: 27.07.2026, 06:31 Uhr
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Der Bayerische Ministerrat hat die Erweiterung der Tölzer Klinik ins Jahreskrankenhausbauprogramm 2031 aufgenommen. Unter anderem wächst die Intensivstation von 14 auf 17 Betten.
Bad Tölz – Gute Nachrichten für die Tölzer Asklepios-Stadtklinik: Der Bayerische Ministerrat hat vergangene Woche den Weg für ein wichtiges Bauvorhaben freigemacht: Die Erweiterung des OP-Bereichs sowie der Neubau von Intensivpflege und Geriatrie werden in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2031 aufgenommen. „Im Rahmen des Programms erhält die Klinik Fördermittel in Höhe von 55,25 Millionen Euro für umfangreiche Neu- und Umbaumaßnahmen“, schreibt Asklepios in einer Pressemitteilung. Es sei das größte Bauvorhaben seit dem Neubau der Klinik 1990.
Klinik will nun Planungen „mit hoher Priorität“ vorantreiben
„Die Aufnahme in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2031 ist ein starkes Zeichen für den Standort Bad Tölz, gerade in einer Zeit großer reformbedingter Veränderungen im Gesundheitswesen“, erklärt Felix Rauschek, Geschäftsführer der Asklepios-Stadtklinik. „Wir danken dem Freistaat und allen Beteiligten, die in den vergangenen Monaten intensiv an der Vorbereitung des Vorhabens gearbeitet haben. Wir werden die weiteren Planungen nun mit hoher Priorität vorantreiben, damit unsere Patientinnen und Patienten im Oberland auch in Zukunft von einer modernen und leistungsfähigen Versorgung profitieren können.“
Neu- und Umbau des OPs, Erweiterung der Intensivstation
Die Förderzusage sei ein wichtiger Meilenstein für die „langfristige Weiterentwicklung des Standorts“. Geplant sind der Neu- und Umbau des Zentral-OPs, der Neubau der Intensivstation mit einer Erweiterung von derzeit 14 auf künftig 17 Betten, der Neubau und die Erweiterung der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte sowie der Neubau einer modernen Geriatriestation. Der geplante Erweiterungsbau soll an das Hauptgebäude anschließen. „Dadurch entstehen nicht nur moderne medizinische und pflegerische Strukturen, sondern auch zusätzliche Flächen im Bestandsgebäude, insbesondere im Erdgeschoss. Dies eröffnet neue Nutzungsmöglichkeiten und soll die räumliche Situation für Patientinnen und Patienten sowie für Mitarbeitende deutlich verbessern“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der konkrete Zeitplan für die Umsetzung werde derzeit erarbeitet. Vor dem Hintergrund der laufenden Krankenhausreform sei die Entscheidung jedenfalls „ein starkes Signal für die Zukunft der Klinik und ihre Bedeutung für die stationäre Gesundheitsversorgung im Oberland“.
Landtagsabgeordneter begrüßt den Beschluss
Auch Landtagsabgeordneter Thomas Holz (CSU) begrüßt die Entscheidung des Ministerrats: „Ich freue mich außerordentlich über diesen Beschluss. Die Erweiterung des OP-Bereichs und der Neubau von Intensivpflege und Geriatrie sind zentrale Bausteine, um die medizinische Versorgung der Menschen in unserem Stimmkreis auch in Zukunft auf hohem Niveau zu sichern.“
Der Kochler betont die Bedeutung dieser Investitionen für den ländlichen Raum: „Dass der Freistaat gezielt in die Kliniken außerhalb der Ballungszentren investiert, ist ein klares Bekenntnis zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse. Über 60 Prozent der Fördermittel im Krankenhausbauprogramm fließen in Projekte im ländlichen Raum. Davon profitiert nun auch die Stadtklinik Bad Tölz und damit unmittelbar die Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis.“
In seiner Funktion als Vize-Landrat unterstreicht Holz auch die kommunale Dimension: „Eine gut ausgestattete Klinik ist ein Standortfaktor und ein Stück Daseinsvorsorge zugleich. Der Beschluss gibt dem Krankenhausträger die nötige Planungssicherheit, um das Vorhaben mit Nachdruck voranzutreiben. Ich danke der Staatsregierung für diese wichtige Weichenstellung.“