Ätna-Asche legt Flughafen Catania lahm – Tausende Reisende stecken fest und zahlen astronomische Preise

Ätna-Ausbruch legt Catania lahm: Reisende zahlen 800 Euro für einen Transfer zum Flughafen

Stand: 14.08.2026, 19:35 Uhr

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Ätna-Asche legt Flughafen Catania lahm: Tausende Reisende stecken fest, Transfers kosten 800 Euro. Das Chaos legt Siziliens Schwächen bloß.

Palermo – Catania–Palermo wie Palermo–Peking: Der Preis für einen privaten Transfer zwischen dem Flughafen Fontanarossa und der sizilianischen Hauptstadt ist auf 800 Euro gestiegen. Das ist mehr als ein Interkontinentalflug in der Hochsaison. Es gibt wenige Shuttlebusse, die Busse sind überfüllt, die Züge langsam wie Schnecken.

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Dieser Artikel von Lara Sirignano entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.

Der Ätna-Flughafen ist seit acht Tagen Geisel der Asche des ausgebrochenen Vulkans, die von Nordwinden angetrieben wird. Seine Schließung hat die Fortbewegung auf Sizilien in einen Hürdenlauf verwandelt. Tausende Passagiere sind gezwungen, nach alternativen Lösungen zu suchen, denn die Schließung des Flughafens von Catania wurde bis heute Nacht um 2 Uhr verlängert. Die Preise sind dabei oft unerschwinglich.

Ätna-Ausbruch bei Catania (l.) und ein Flugzeug von ITA Airways (Symbolbild).

Der Ätna sorgt für massive Probleme am Flughafen Catania. Hunderte Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet. (Montage) © AFP PHOTO / ETNA WALK / AFP; TIZIANA FABI / AFP

Dutzende Zeugenaussagen wurden in den sozialen Netzwerken gepostet. Stellvertretend dafür steht jene des Schauspielers Filippo Laganà. Sie ist verbunden mit Vorwürfen der Wucher gegen Taxifahrer oder solche, die sich selbst Taxifahrer nennen. Diese sollen von Reisenden astronomische Summen verlangt haben, die vom Fontanarossa oft in letzter Minute alternative Flughäfen erreichen mussten.

Vulkan Ätna legt Flughäfen auf Sizilien lahm – öffentlicher Verkehr stößt an seine Grenzen

In der Notlage war und ist es nicht einfach, ein öffentliches Verkehrsmittel zu finden, um die Insel zu durchqueren, ohne dabei ausgenommen zu werden. Das normale System ist nicht in der Lage, innerhalb weniger Stunden die Masse der gestrandeten Reisenden aufzunehmen. Der Druck hat sich deshalb auf die anderen Optionen verlagert. Um der Notlage zu begegnen, hat die Region die Unternehmen im Schienen- und Straßenverkehr aufgefordert, die Verbindungen zwischen den Städten und den sizilianischen Flughäfen zu verstärken und zusätzliche, außerordentliche Dienste zu aktivieren.

Auf der Schiene hat Trenitalia die reguläre Strecke Palermo–Messina–Catania bisher um sechs Sonderzüge ergänzt. Passagiere mit einem Flugticket nach Catania, die nach Palermo umgeleitet wurden, können zudem die regulären Bahnverbindungen ab der Hauptstadt kostenlos nutzen – gegen Vorlage ihres Flugtickets. Heute kamen zwei weitere Sonderzüge hinzu. Wer allerdings um 12:45 Uhr in Catania Centrale mit Zwischenstopp in Messina abfährt, erreicht Palermo erst um 18:15 Uhr – nach fünfeinhalb Stunden Fahrzeit. Von dort verkehrt immerhin alle 30 Minuten ein Zug zum Flughafen Falcone–Borsellino.

Außerordentlicher Plan gilt für den Straßenverkehr – doch Fortbewegung wird zum Kraftakt

Auch der Straßenverkehr wurde verstärkt: Die Fahrten wurden auf bis zu 20 pro Tag und Richtung erhöht. Zwischen Catania und Comiso wurden sie auf 12 Hinfahrten und 12 Rückfahrten aufgestockt. Auf der Strecke Palermo–Syrakus sind täglich zehn Fahrten vorgesehen, fünf pro Richtung. Auf der Strecke Trapani–Palermo werden 24 tägliche Verbindungen in beiden Richtungen angeboten.

Dies ist ein außerordentlicher Plan, der versucht, die Schockwelle abzufangen, die durch die Schließung des Flughafens ausgelöst wurde. Doch die Schwierigkeiten dieser Tage haben ein strukturelles Problem wieder in den Vordergrund gerückt: Auf Sizilien reicht es aus, dass einer der wichtigsten Knotenpunkte der Mobilität in die Krise gerät, damit sich Fortbewegung zu einem Kraftakt entwickelt.