Atommüll: Technischer Defekt verhindert zehnten Castortransport
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Ein Spezialfahrzeug zum Transport des Atommülls hatte Probleme. Die geplante Nachtfahrt von Jülich nach Ahaus wurde deshalb laut Polizei abgesagt.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP,
jtr
- Juli 2026, 6:28 Uhr
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7 KommentareEin für Mittwochabend geplanter Castortransport von hoch radioaktivem Atommüll ins Zwischenlager Ahaus hat wegen eines technischen Defekts nicht stattgefunden. Das Problem sei noch vor der Ausfahrt aus dem Forschungszentrum in Jülich festgestellt worden, teilte die Polizei in Münster mit. Da es nicht möglich gewesen sei, das Spezialfahrzeug schnell zu reparieren oder auszutauschen, habe die Polizei entschieden, »den Transport nicht wie geplant durchzuführen«.
»Von dem Transportbehälter sowie der Ladung ging zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr aus«, betonte die Polizei. Der Defekt habe sich »ausschließlich auf die Zugmaschine« beschränkt. Das Fahrzeug sei mit der Ladung auf dem gesicherten Gelände in Jülich verblieben.
Der Atommülltransport wäre der zehnte von insgesamt 152 Castorbehältern gewesen. Einen neuen Termin teilten die Behörden nicht mit. Bei der Aktion handelt es sich um einen der größten Atommülltransporte auf der Straße seit Jahrzehnten. In den Spezialbehältern sind rund 300.000 Brennelementkugeln eingepackt.
Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (Base) hatte die neuen Castortransporte im vergangenen Jahr genehmigt, nachdem die Betriebserlaubnis für die Lagerung in Jülich ausgelaufen war.