Alte Försterei liefert Spektakel: FC Bayern eiskalt vor Riesenkulisse

Auch ohne Gwinn: Bayern-Frauen eiskalt vor spektakulärer Kulisse

Stand: 21.08.2026, 21:35 Uhr

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Der Auftakt in der Frauen-Bundesliga verkommt zu einem Spektakel. Vor großem Publikum begeistern Union Berlin und der FC Bayern. Der Meister setzt ein Zeichen.

Berlin – Topfavorit und Titelverteidiger FC Bayern hat zum Saisonstart in der Fußball-Bundesliga der Frauen eine erneute Machtdemonstration gezeigt. Die Münchnerinnen meisterten die knifflige Aufgabe beim 1. FC Union Berlin im Eröffnungsspiel mit 4:1 (1:0) und lieferten eine Woche nach dem 3:0 im Supercup gegen den VfL Wolfsburg das nächste Statement ihrer Klasse ab – trotz einer starken Anfangs- und Schlussphase der ambitionierten Berlinerinnen. 

Bayerns Glodis Perla Viggosdottir feiern mit den Teamkolleginnen den Auftaktsieg in Berlin.

Bayerns Glodis Perla Viggosdottir feiern mit den Teamkolleginnen den Auftaktsieg in Berlin. © picture alliance/dpa | Sebastian Christoph Gollnow

Nationalspielerin Klara Bühl (26. Minute) brachte die Gäste per direktem Freistoßtor in Führung. Pernille Harder (47.) und Glodis Viggosdottir (60.) legten vor der stimmungsvollen Kulisse von 17.083 Fans im Stadion an der Alten Försterei nach. Zur Freude des Union-Anhangs gelang Nele Bauereisen (79.) immerhin noch ein Treffer für die Berlinerinnen. Sophie Proost (90.) sorgte für den Münchner Schlusspunkt. 

Frauen-Bundesliga: FC Bayern eiskalt gegen Union Berlin

Mit einer recht schlichten Eröffnungsfeier gab der DFB das Signal für den Saisonauftakt. Stimmungsvoller Abschluss der Zeremonie war die Klub-Hymne der Eisernen, die bekanntlich allen Auswärtigen einen Schauer über den Rücken jagen soll. Die auf dem Rasen zur Schau gestellte Meisterschale, die zuletzt viermal nach München ging, wurde anschließend schnell wieder eingepackt. 

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Was mit Selbstvertrauen gegen die Bayern möglich sein könnte, demonstrierten die Berlinerinnen bis zum ersten Gegentor. Eileen Campbell schoss nach einem Sololauf (7.) knapp vorbei. Auch Tomke Schneider (18.) kam mit einem Fernschuss der Union-Führung nah. Bis dahin hatten die Münchnerinnen nur einen recht harmlosen Kopfball von Linda Dallmann (13.) aufzuweisen. 

Wie Union-Fußball funktioniert, zeigte Tomke Schneider (18.), als sie sich mit allem Mut in eine flache Hereingabe warf. Da war die Kulisse an der Alten Försterei da, auf diesen Effekt hatte Berlins Trainerin Marie-Louise Eta bei ihrem Debüt für das Frauenteam des Hauptstadtclubs gehofft. Doch die Ernüchterung folgte mit einem umstrittenen Freistoßpfiff von Schiedsrichterin Miriam Schwermer, als Jovana Damnjanovic in rustikaler Umarmung mit Samantha Steuerwald zu Boden ging.

Bühl schlenzte geschickt zur Führung ein. Jetzt waren die Bayern im Bayern-Modus und spielten ihre Klasse aus. Gleich nach der Pause erhöhte Harder per Flachschuss. Viggosdottir beseitigte die letzten Zweifel am Bayern-Sieg. Daran änderten auch Bauereisens Treffer und eine späte Drangphase der Unionerinnen nichts mehr. Zumal Proost noch ein später Bayern-Treffer gelang. Der Auftaktsieg für den FCB – auch ohne die verletzte Kapitänin Giulia Gwinn. (rele)