„Auf den ersten Blick scary“: Musiala macht Diagnose in bewegendem Post öffentlich

Fußball

Jamal Musiala musste im Test gegen Heidenheim vom Platz begleitet werden.
IMAGO/SVEN SIMON

Bayern-Star Jamal Musiala spricht von behandelbaren Absencen und gibt nach zwei Vorfällen Entwarnung.

Am Samstag gab es den ersten Schreck, am Dienstagabend folgte der zweite. Binnen weniger Tage ist Nationalspieler Jamal Musiala zweimal auf dem Platz während eines Spiels zusammengebrochen. Am Wochenende beim Test des FC Bayern München gegen RB Leipzig (3:1), am Dienstag bei der Supercup-Generalprobe beim 1. FC Heidenheim (4:2). Noch am Abend meldete sich der Bayern-Star bei Instagram zu Wort – und das offen wie nie.

„Das Wichtigste zuerst – mir geht es gut“, schrieb er in seinem Post und bedankte sich für die vielen Nachrichten und die Unterstützung. Dann folgte die Erklärung für seine beiden Zusammenbrüche, die jeweils nach wenigen Minuten auf dem Platz passierten. Gegen Heidenheim war Musiala nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung zusammengesackt und musste nach einer Behandlung wieder ausgewechselt werden. Seine Teamkollegen und Heidenheimer Spieler hatten ihn vor den TV-Kameras abgeschirmt.

„Ich verstehe, dass sich viele Sorgen machen“, schrieb der 23-Jährige, „diese Sorge möchte ich euch heute nehmen und euch dazu etwas erklären.“

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Musiala gibt Diagnose bekannt

Bei Musiala wurden „temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen“ festgestellt. Das erklärt seine vor allem im Leipzig-Spiel auffällige starre Gestik mit den Händen, bevor er zu Boden ging. Diese Absencen seien auf eine „neurologische Dyfunktion“ zurückzuführen, schrieb Musiala, was zu solchen Zusammenbrüchen wie in den beiden Spielen führen könne. 

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„Ich weiß, dass diese auf den ersten Blick scary wirken – für mich sind sie aber aktuell Teil meines Alltags“, so der DFB-Star. Beim FC Bayern sei er medizinisch aber in den besten Händen. Und dann folgte die Entwarnung: „Wichtig ist, es besteht kein darüberhinausgehendes gesundheitliches Risiko.“

Musiala in engem Austausch mit den Ärzten

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Es sei nach „regelmäßigem Austausch mit den Experten“ sein Wunsch gewesen „mich der Herausforderung zu stellen und mit der Freigabe der neurologischen Fachärzte“ weiter Fußball zu spielen. Dafür habe er die Verantwortung übernommen. 

Abschließend bat Musiala darum, das Thema in seinem engsten Kreis zu belassen. Inwiefern sich diese Art von Zusammenbrüchen weiterhin auch auf dem Platz zeigen werden, scheint völlig offen, inwiefern es seine sportlichen Ansprüche beeinflusst ebenfalls. Kaum vorstellbar, dass er in dieser Phase Pflichtspiele absolvieren kann, beziehungsweise der FC Bayern ihn einsetzen wird. Zumindest ist erst einmal klar, worum es sich handelt und Musiala konnte Entwarnung geben.