Aus Apple-Pen wird Brause-Finger: Ahoj-Brause verwandelt Ohrwurm-Meme in modernen Werbejingle - HORIZONT

Die absurde Kampagne greift ein virales, 10 Jahre altes Meme auf.

"I have a pen, I have an apple" - an diesem absurden Song des japanischen Sängers Pikotaro kam man 2016 im Internet kaum vorbei. Zehn Jahre später machen Ahoj-Brause und Ozmoze den Ohrwurm zu einem Werbejingle fürs Tiktok-Zeitalter.

Die seit über 100 Jahren bestehende Süßigkeitenmarke Ahoj-Brause ist bekannt für ihre absurden Werbespots, darunter zum Beispiel eine eskalierte Party im Altersheim sowie zahlreiche ikonische Kampagnen mit Entertainer Friedrich Liechtenstein. Mit Liechtenstein als skurrilem Teleshopping-Moderator haben sie zuvor schon vorher Nostalgie und moderne Formate verbunden. Die aktuelle Kampagne stammt, anders als die Liechtenstein-Kampagnen, nicht von Antoni Jellyhouse, sondern von Ozmoze, vereint aber ebenfalls Retro-Elemente und absurden Humor: Sie greift den aktuellen 2016-Nostalgie-Trend auf und bringt mit "Pen-Pineapple-Apple-Pen" einen der absurdesten Ohrwürmer des Internets zurück.

Der Song "Pen-Pineapple-Apple-Pen", kurz "PPAP" des japanischen Sängers und Komikers Pikotaro wurde vor zehn Jahren veröffentlicht und ging mit seinem sinnfreien, aber eingängigen Text sofort viral. Ozmoze hat für Ahoj-Brause den Text "I have a pen, I have an apple" kurzerhand in "Ich hab 'nen Finger, ich hab 'ne Brause" umgedichtet, um so Werbung für die neuen Ahoj-Brausefinger zu machen.

Als Pikotaro-Hommage konnte Ahoj-Brause den Content Creator Xhem (@xhemajlmo) gewinnen, der selbst für seinen Humor und seine überdrehte Social-Persona bekannt ist. Nicht nur musikalisch, auch visuell erinnern die Clips von Xhems Outfit bis zu seinem Tanzstil stark an das Original-Video. "Wir launchen die Kampagne in einer Zeit, in der das Internet wieder im Jahr 2016 leben will", erklärt Viktoria Renner, Co-Founderin von Ozmoze. "Viele sehnen sich nach einer Zeit zurück, in der die digitale Welt noch nicht durchoptimiert und algorithmisch kuratiert war. PPAP erinnert genau an diese Zeit."

Ahoj-Brause möchte jedoch nicht nur nostalgisch zurückblicken, sondern auch mit der Zeit gehen, und launcht die Social-First-Kampagne auf Kurzvideo-Plattformen wie TikTok und Instagram. Neben dem 30-sekündigen Musikvideo wurden auch ein Behind-the-Scenes-Video, ein Tanzvideo und weitere Cutdowns für TikTok und Instagram veröffentlicht. Außerdem können Userinnen und User den Sound des Clips für ihren eigenen Content verwenden und die Kampagne so über UGC weiterverbreiten. So soll der traditionelle Werbejingle ins digitale Zeitalter übersetzt werden.

"Auf TikTok ist Sound keine Kür, sondern Teil des Erlebnisses", erklärt Viktoria Renner. Trotzdem würden viele Marken ihre Inhalte noch immer mute-first konzipieren. Für die Ahoj-Kampagne habe man sich daher bewusst dafür entschieden, den Jingle nicht als Add-On, sondern als Teil des Produkts zu sehen. Die Berliner Social-Media-Agentur Ozmoze war von der Adaption des Originals und dem Umtexten des Songs über Skript und Storyboard bis zur Produktion und Postproduktion für die gesamte kreative Konzeption und Umsetzung der Kampagne verantwortlich.

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