Aus den Niederlanden - Reisecar in Graubünden verunfallt – was bekannt ist

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Das ist passiert: Im Kanton Graubünden ist es zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein Reisecar war auf dem Weg von Zernez Richtung Susch, als er – offenbar in einem Baustellenbereich – mit einer Leitplanke kollidierte, von der Strasse stürzte und seitlich liegen blieb. Mehrere Personen starben, weitere wurden verletzt, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilt. Nach bisherigen Erkenntnissen waren keine anderen Fahrzeuge beteiligt.

Die Opfer: Die Polizei machte noch keine Angaben zur Zahl der Toten und Verletzten. Die Pressesprecherin des zentralen Dachverbands der niederländischen Reisebranche ANVR sagte gegenüber «Blick», dass es sich um eine niederländische Reisegruppe handle. Laut Medienberichten sollen zum Zeitpunkt des Unfalls 48 Passagiere im Bus gewesen sein. Die Polizei bestätigte am Abend gegenüber SRF die konkrete Zahl nicht, aber die Zahl der Reisenden bewege sich in dem Rahmen. So sprach der Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, Roman Rüegg, von einem gut besetzten Bus. Man gehe davon aus, dass es sich bei den meisten, wenn nicht bei allen Personen im Bus um niederländische Staatsangehörige handelt, so Rüegg weiter.

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  • Bild 1 von 4. Mehrere Rettungshelikopter stehen im Einsatz.

    Bildquelle: Blick / Leserreporter.

    Rettungsfahrzeuge und Helfer auf einem Feld neben einem Wald.
  • Bild 2 von 4. Zahlreiche Rettungsfahrzeuge sind ebenfalls vor Ort. Die Engadinerstrasse ist vorläufig gesperrt.

    Bildquelle: Blick / Leserreporter.

    Rettungsfahrzeuge und Einsatzkräfte bei Unfall im Wald.
  • Bild 3 von 4. Gemäss den neusten Polizeiangaben gibt es mehrere Todesopfer und Verletzte.

    Bildquelle: Engadiner Post / Jon Duschletta.

    Roter Hubschrauber landet auf einem grasbewachsenen Feld neben einer Strasse.
  • Bild 4 von 4. Wie viele Personen sich im Fahrzeug befanden, ist nach wie vor unklar.

    Bildquelle: Engadiner Post / Jon Duschletta.

    Bergungseinsatz an einem umgekippten Lastwagen mit Rettungsfahrzeugen und Einsatzkräften.

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Die Verkehrslage: Die Strasse im entsprechenden Abschnitt wurde bis auf Weiteres gesperrt. Die Achse Julierpass-Ofenpass-Münstertal ins Südtirol sei nicht beeinträchtigt. Die Arbeiten liefen nachts weiter – es gehe auch darum, die Strasseninfrastruktur instand zu stellen. Sobald dies geschehen sei, könne man den Verkehr wieder laufen lassen, so die Polizei.

Laufende Arbeiten: Zahlreiche Rettungskräfte standen nach dem Unfall im Einsatz. Dazu gehörten unter anderem die Rega, mehrere Ambulanzteams und die Feuerwehr. Auch ausserkantonale Einsatzkräfte wie die Kantonspolizei St. Gallen wurden beigezogen. Ebenso war ein Care-Team vor Ort. Die Behörden und Einsatzkräfte waren abends und in der Nacht noch mit den Rettungsmassnahmen beschäftigt. Wie Mediensprecher Roman Rüegg sagte, war man spätabends noch daran, die Opfer zu bergen. Der Car sollte demnach bald geborgen werden. Weitere Informationen zum Unfall werden von der Kantonspolizei am Morgen erwartet.

Reaktionen aus der Schweiz: Bundespräsident Guy Parmelin hat sich bestürzt über den Carunfall in Graubünden gezeigt. «Ich bin zutiefst schockiert und bestürzt über den heutigen tragischen Unfall mit einem niederländischen Reisebus in Graubünden», schrieb er auf der Plattform X. Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen. Den Familien sprach er sein Beileid aus. Zudem dankte Parmelin den zahlreichen Rettungskräften für ihren Einsatz. Die zuständigen Schweizer Behörden würden dafür sorgen, dass eine umfassende und gründliche Untersuchung durchgeführt werde, um alle Umstände des Unfalls aufzuklären.

Reaktionen aus den Niederlanden: Auch die betroffene niederländische Reiseorganisation äusserte sich in einer Stellungnahme bestürzt über den Carunfall in der Schweiz. «Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen und ihren Angehörigen», hiess es.

SRF 4 News, 10.09.2026, 19:00 Uhr ;  srf/sda/schn/hesa/busr