Aus Freund wird Feind: Neue Umfrage enthüllt wachsende Ablehnung gegen US-Verbündeten

Stand: 07.09.2026, 14:06 Uhr

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Eine neue Umfrage zeigt, wie stark sich das Bild Kanadas in den USA verändert hat.

Donald Trumps markige Worte gegen den nördlichen Nachbarn Kanada zeigen Wirkung: Amerikas Verhältnis zum engen Partner kühlt spürbar ab. Zwar sieht eine klare Mehrheit den nördlichen Nachbarn weiterhin als Verbündeten oder Freund. Doch der Anteil der US-Bürger, die Kanada inzwischen als unfreundlich oder sogar als Feind betrachten, ist so hoch wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Trumps Kanada-Kurs stößt auf Widerstand

In einer aktuellen Umfrage von Economist und YouGov bezeichnen 39 Prozent Kanada als Verbündeten der USA, weitere 25 Prozent als freundlich. 19 Prozent halten das Land dagegen für unfreundlich, drei Prozent sogar für einen Feind. Zusammen sind das 22 Prozent mit einem negativen Bild von Kanada – der höchste Wert in der seit 2016 erhobenen Reihe.

Aus Freund wird Feind: Neue Umfrage enthüllt wachsende Ablehnung gegen US-Verbündeten

Eine neue Umfrage zeigt, wie stark sich das Bild Kanadas in den USA verändert hat. © © IMAGO / NurPhoto / Symbolbild

Getrieben wird dieser Wandel vor allem von republikanischen Wählern – und damit Donald Trumps Basis. Unter ihnen sehen inzwischen 38 Prozent Kanada als unfreundlich oder feindlich.

Auch beim Handel zeigt sich der tiefe politische Graben. 28 Prozent der Amerikaner glauben, Kanada behandle die USA im Handel unfair, 45 Prozent widersprechen. Bei den Republikanern teilen 49 Prozent diesen Vorwurf. Unter Demokraten sind es elf Prozent, unter Unabhängigen 23 Prozent.

Mehrheit lehnt Trumps Kanada-Zölle ab

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt auf zahlreiche kanadische Waren Zölle von 50 Prozent verhängt. 58 Prozent der Befragten lehnen höhere Abgaben auf Importe aus Kanada ab, nur 26 Prozent unterstützen sie. Besonders deutlich fällt die Ablehnung bei Demokraten mit 87 Prozent und Unabhängigen mit 64 Prozent aus.

Bei den Republikanern ist das Bild umgekehrt: Nur 25 Prozent wenden sich gegen höhere Zölle. Unter Anhängern der MAGA-Bewegung befürworten 74 Prozent den Kurs, bei anderen Republikanern sind es 27 Prozent.

Die Skepsis reicht über Kanada hinaus. 68 Prozent sagen, Trumps Zollpolitik habe durchschnittlichen Amerikanern geschadet. Die Hälfte der Befragten meint sogar, der Schaden sei groß. Nur 14 Prozent sehen einen Vorteil für die Bevölkerung.

Amerikaner fürchten Folgen eines Handelskriegs

41 Prozent erwarten, dass die USA bei einem Handelskrieg mit Kanada stärker getroffen würden. 33 Prozent rechnen mit größeren Folgen für Kanada. Auch hier unterscheiden sich die Lager deutlich: 61 Prozent der Demokraten sehen die USA stärker gefährdet, bei den Republikanern sind es nur 16 Prozent. 57 Prozent von ihnen glauben stattdessen, Kanada würde härter getroffen.

Und dann ist da noch der öffentlichkeitswirksame Vorstoß des US-Präsidenten: Kaum Rückhalt findet Trumps Anweisung, den Ontariosee in „Lake America“ umzubenennen. 68 Prozent lehnen das Vorgehen ab, 17 Prozent unterstützen sie. Selbst unter Republikanern überwiegt die Ablehnung knapp. Bei MAGA-Anhängern befürworten dagegen 47 Prozent die Umbenennung.

Für die Umfrage wurden vom 28. bis 31. August 2026 insgesamt 1.592 erwachsene US-Bürger befragt. Quellen: Economist/YouGov, nif/red.