Champions League: Austria empfängt Inter selbstbewusst

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Die Wiener Austria brennt auf ihre Heimpremiere in der UEFA Women’s Champions League. Die „Veilchen“ empfangen am Donnerstag (18.45 Uhr, live in ORF Sport +) vor erwarteter Rekordkulisse im Franz-Horr-Stadion Inter Mailand. Die Austrianerinnen gehen selbstbewusst in ihr zweites Champions-League-Spiel, beim Debüt überzeugten sie mit einem mutigen Auftritt gegen Chelsea und mussten sich den Engländerinnen nur knapp 0:1 geschlagen geben. Nun soll der erste Punkt folgen.

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„Wir freuen uns natürlich brutal daheim zu spielen vor den eigenen Fans. Ich glaube, man hat in dem Spiel gegen Chelsea schon gesehen, dass wir zu Recht selbstbewusst sein können. Für was es dann am Ende reicht, ist schwer zu sagen. Aber wir haben ein sehr gutes Gefühl und sind sehr selbstbewusst“, sagte Austria-Kapitänin Carina Wenninger im ORF-Interview.

Der italienische Topclub ist auf dem Papier jedenfalls eine Nummer kleiner als Chelsea. Der Marktwert verortet Italiens Vizemeister mit 3,14 Millionen Euro gegenüber den 11,2 Millionen Euro von Chelsea eher in Reichweite von Österreichs Double-Sieger (845.000 Euro). Die Italienerinnen sind aber dennoch über die Austria zu stellen, die als eines von sechs Teams in der ersten Runde der Ligaphase eine Niederlage kassierte. Inter Mailand feierte indes zum Auftakt daheim einen 1:0-Sieg gegen den schwedischen Club BK Häcken.

Austria mit Selbstvertrauen gegen Inter Mailand

Im ORF-Interview haben Carina Wenninger und der Cheftrainer über das bevorstehende Champions-League-Heimspiel in Wien gesprochen. Das Team habe Respekt vor einem starken Gegner, will aber selbstbewusst auftreten und gewinnen. „Wir spielen, um zu gewinnen“, sagte Kenesei.

Auch Wenninger ist sich Inters Stärke bewusst. „Sie sind die letzten Jahre in Italien immer oben dabei. Ich glaube, uns erwartet schon eine Mannschaft, die sehr spielstark ist, die einen technisch sehr gepflegten Fußball spielt. Die es aber auch nicht so gern mag, wenn man mit Intensität dagegen geht. Ich glaube, das ist eine große Stärke von uns“, so die 35-Jährige.

Austria brennt auf Sieg

Mit ihrem Pressing überraschten die Wienerinnen bereits die Stars der Londonerinnen und stellten sie vor große Probleme. Nun wollen sie das gegen die Mailänderinnern wiederholen. „Wir gehen ins Spiel rein, um es zu gewinnen. Wenn es dann ein 0:0 wird, soll es auch so sein“, sagte Austria-Trainer Stefan Kenesei und fügte hinzu: „Es ist harte Arbeit, Tore und Punkte in der Champions League zu machen.“

Trainer Stefan Kenesei (Austria)
Austria-Trainer Stefan Kenesei hofft auf einen ähnlich engagierten Auftritt seines Teams wie gegen Chelsea

Mit einem Punkt wäre die Mannschaft aber freilich zufrieden. „Dennoch sind wir Sportlerinnen und als Sportlerin möchte man immer gewinnen. Man möchte einfach immer was mitnehmen“, betonte Wenninger.

Austria erarbeitet sich Standing

Nach der Auslosung war klar, dass die Wiener Austria gegen alle Mannschaften in der Außenseiterrolle sein wird. Doch nach dem überzeugenden Debüt gegen Chelsea sieht das mittlerweile anders aus. „Ich glaube, bei den Gegnern hat sich die Sichtweise verändert. Ich glaube, nach so einem Spiel gegen Chelsea sagt niemand mehr, wir sind brutaler Underdog. Wir werden niemanden mehr extrem überraschen können“, meinte die ehemalige ÖFB-Teamkapitänin Wenninger.

Auch Kenesei sprach über das neue Selbstverständnis seines Teams. „Ich glaube, dass wir uns die Latte selber hochgelegt haben mit der Leistung in London gegen Chelsea. Wir sind auch in der Champions League mit dabei, um was Zählbares mitzunehmen. Das ist unser Anspruch. So ticken wir alle im Verein. Von mir angefangen, dass wir die Spiele spielen, um sie zu gewinnen. Und wir wollen sicher nicht mit null Punkten, null Toren aus der Champions League ausscheiden. Auch wenn das natürlich passieren kann gegen solche Gegner“, sagte Kenesi.

Neuer Zuschauerrekord erwartet

Im Franz-Horr-Stadion soll auch das Publikum ein Faktor werden. Auf bis zu 4.000 Fans hofft der Club. Der Rekord von 3.004 Zuschauerinnen und Zuschauern aus dem CL-Quali-Spiel gegen FC Paris (September 2025) wird auf alle Fälle übertroffen. „Wir lieben es vor unseren Fans zu spielen“, sagte Austria-Führungsspielerin Verena Hanshaw, die von Sommer 2024 bis Jänner 2025 für Inters Ligarivalen AS Roma gespielt hat.

Auch Hanshaw will im Heimspiel wieder einen engagierten Auftritt hinlegen. Das Selbstvertrauen im Team stimme. „Dass man sich nach einem Spiel gegen Chelsea ärgert, spricht für uns“, meinte die langjährige ÖFB-Teamspielerin vor der nächsten Highlightpartie. „Wir müssen mit derselben Einstellung, demselben Willen und demselben Mut in das Spiel reingehen und uns dafür dann auch belohnen.“

Aktuell ist die Austria in der 18er-Tabelle geteilter 14., die Top Zwölf ziehen nach sechs Partien in die K.-o.-Phase ein. Nach dem Spiel gegen Inter warten noch Duelle mit Juventus Turin, Benfica Lissabon, Bayern München und Manchester City.