Autobauer: VW kappt Gewinnziel – Porsche belastet mit sechs Milliarden Euro

Autobauer: VW kappt Gewinnziel – Porsche belastet mit sechs Milliarden Euro

Der kriselnde Wolfsburger Konzern erwartet für das laufende Jahr eine deutlich geringere Umsatzrendite. Auch die Eigentümerholding Porsche SE korrigiert ihre Prognose nach unten.

Volkswagen-Werk in Wolfsburg: Der Konzern kämpft mit mehreren Problemen. Foto: AFP

Düsseldorf. Sondersitzungen in einem Konzernvorstand verheißen selten etwas Gutes. Am Freitag kam das Gremium bei Europas größtem Autokonzern Volkswagen nach Handelsblatt-Informationen kurzfristig zusammen. Wenig später teilte der Autobauer per Pflichtmitteilung mit, seine Prognose für das laufende Jahr drastisch zu senken. Die Gewinnwarnung zieht Volkswagen einmal mehr in die Krise.

Statt einer operativen Umsatzrendite von 4,0 bis 5,5 Prozent erwartet Volkswagen 2026 nun höchstens noch ein Prozent. Der Umsatz soll mit rund 315 Milliarden Euro zudem etwa sieben Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert liegen. Im späten Handel verlor die VW-Aktie zeitweise mehr als sieben Prozent.

Als Gründe nennt der Konzern das weiter verschärfte Marktumfeld, vor allem in China, sowie die beschleunigte Verschiebung der Nachfrage hin zu Elektroautos. Mit ihnen verdient Volkswagen bislang deutlich weniger als mit Verbrennern. Besonders Audi und die Kernmarke Volkswagen bleiben deshalb hinter den bisherigen Erwartungen zurück. Intern heißt es, vor allem die vergangenen beiden Monate seien schlecht gelaufen.

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