Autonom in die Zukunft – Pix Moving
Stand: 12.10.2026, 14:11 Uhr

Fahrzeuge für den urbanen Raum brauchen weder hohe Motorleistungen noch große Reichweiten. Ein chinesisches Unternehmen zeigt, was geht, wenn Autos sich den Bedürfnissen der Stadt anpassen
SP-X/Paris. Das chinesische Mobilitätsunternehmen Pix Moving will den Straßenverkehr ordentlich umkrempeln. Auf dem Mondial de l'Auto in Paris ist das komplette Sortiment an Fahrzeugen zu sehen, die laut Hersteller „ihre Funktion an die Bedürfnisse der Stadt anpassen können“.
Wie konkret diese Entwicklungen schon sind, ist am Pix-Moving-Stand deutlich zu sehen. Im Zentrum stehen zwei sogenannte RoboBus-Einheiten, Mini-Busse mit sechs Sitzplätzen und ohne Fahrer. Die Passagiere sitzen sich in dem loungeartigen People Mover gegenüber, dank rund 1,75 Meter Stehhöhe ist komfortables Aus- und Einsteigen gewährleistet. Für den Antrieb sind vier E-Motoren zuständig, die den 3,82 Meter langen RoboBus mit der Energie aus einem 21,5-kWh-Akku auf 30 bis 35 km/h beschleunigen. Die Reichweite gibt der Hersteller mit 70 bis 100 Kilometern an.
Auf demselben „Ultra-Skateboard" genannten Elektrochassis basiert auch der identisch dimensionierte RoboShop, ein rollender Coffee-Shop, der überall dort eingesetzt werden kann, wo er gerade gebraucht wird. Wie nah Pix Moving schon am Serieneinsatz der Mini-Busse ist, zeigt die Liste ihrer bisherigen Einsatzorte, meist bei einschlägigen Modellprojekten oder Messen. So waren RoboBusse schon in Chemnitz und Landsberg am Lech unterwegs, in Zürich beim Automated Mobility Summit, in Turin, Davos, Tokio oder im saudi-arabischen Medina. Auf dem Campus der Politehnica-Universität in Bukarest entsteht zudem eines der ersten Labore für autonome Mobilität in Osteuropa.
Mit zwei Sitzplätzen und einer Länge von gerade mal 2,5 Metern soll bald das Micro-EV namens Beastie auf Europas Straßen rollen. Wenn es die lokalen Gesetze und Vorschriften hergeben, sogar autonom auf Level 4. Wie die Shuttles wurde auch der Flügeltürer schon auf der letzten IAA in München gezeigt und erregte dort viel Aufmerksamkeit. Kein Wunder: Der als Cityflitzer ausgelegte und als Zweitfahrzeug prädestinierte Kleine hat es faustdick unter seiner futuristisch geformten Kunststoff-Karosserie. Dank seines Rahmens aus ultraleichter Aluminiumlegierung aus dem 3D-Drucker wiegt das 1,45 Meter breite und knapp einen Meter hohe Gefährt leer nur rund 300 Kilo. Die Antriebs- und Fahrwerkstechnik bewegt sich auf hohem Niveau, Stichwort Brake- und Steer-by-Wire. Pix Moving spricht von einem Heckmotor mit 15 kW/20 PS und einem 114-Volt-System mit einem 14,6 kWh-Akku. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 95 km/h, die Reichweite bei 150 Kilometern liegen.
Die Sitzprobe auf dem Pariser Salon überzeugt: Beastie ist frisch und innovativ – und das Raumgefühl im eigentlich ja winzigen Leichtkraftfahrzeug der EU-Fahrzeugklasse L7 ist erstaunlich gut. Pix Moving peilt den Verkaufsstart im ersten Halbjahr 2027 in ganz Europa und einen Preis von etwa 20.000 Euro an.
Dieser Artikel entstand in Kooperation mit SPS Spot Press Services.