„Avatar“-Star Eric Nam: „Wir sind heute vernetzter denn je - und fühlen uns trotzdem einsam“

Stand: 01.08.2026, 14:00 Uhr

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Eric Nam - "Wen rufe ich an, wenn es schwierig wird? Wer hält wirklich zu mir?" Schauspieler Eric Nam macht sich Gedanken über das Miteinander.

Eric Nam - "Wen rufe ich an, wenn es schwierig wird? Wer hält wirklich zu mir?" Schauspieler Eric Nam macht sich Gedanken über das Miteinander. © 2026 Getty Images/Rodin Eckenroth

Mit „Avatar Aang: The Last Airbender“ kehrt eine der beliebtesten Animationswelten zurück. Für Eric Nam steckt hinter der Geschichte aber noch viel mehr: Der Schauspieler spricht über Einsamkeit, echte Freundschaften - und warum die Film-Botschaft heute wichtiger denn je ist.

Seit fast 20 Jahren begeistert „Avatar“ Generationen von Fans. Für Sänger und Schauspieler Eric Nam liegt das Erfolgsgeheimnis der Geschichte jedoch nicht in spektakulären Kämpfen oder magischen Kräften - sondern in etwas viel Alltäglicherem: echten Freundschaften.

Avatar Aand: The Last Airbender - Eric Nam ist als Stimme des erwachsenen Aang in "Avatar Aang: The Last Airbender" auf Paramount+ zu hören.

Avatar Aand: The Last Airbender - Eric Nam ist als Stimme des erwachsenen Aang in „Avatar Aang: The Last Airbender“ auf Paramount+ zu hören. © Paramount+

„Wir leben heute in einer Welt, in der wir mehr verbunden sind als je zuvor - und uns trotzdem oft einsam fühlen“, sagt Eric Nam gegenüber teleschau. Genau deshalb berühre ihn die Geschichte von Aang bis heute so sehr. „Wenn ich Aang und seine Freunde sehe, frage ich mich: “Wer sind eigentlich meine Menschen? Wen rufe ich an, wenn es schwierig wird? Wer hält wirklich zu mir?„ Diese Fragen könne jeder nachvollziehen - unabhängig vom Alter.

Seit Kurzem ist Eric Nam als Stimme des erwachsenen Aang in “Avatar Aang: The Last Airbender" auf Paramount+ zu hören. Der Animationsfilm führt die Geschichte des weltberühmten Avatars fort und zeigt den Helden Jahre nach den Ereignissen der Kultserie.

„Man fragt sich ständig: Mache ich das richtig?“

Für Eric Nam ist die Rolle bis heute kaum zu fassen. „Es fühlt sich immer noch surreal an“, sagt der K-Pop-Star im teleschau-Gespräch. Fast drei Jahre habe er an dem Projekt gearbeitet. Plötzlich ist der Film da - und ich glaube, ich verarbeite das alles immer noch.

Gerade die hoffnungsvolle Botschaft mache „Avatar“ für ihn so besonders. Die Figuren erleben Verlust, Trauer und Rückschläge, erklärt Nam. Dennoch ende ihre Reise nie in Hoffnungslosigkeit. „Die Serie zeigt jungen Menschen: Es kann wieder gut werden. Wir schaffen das gemeinsam.“ Gerade in der heutigen Zeit brauche es Geschichten, die Zuversicht vermitteln.

Hinter den Kulissen kämpfte Eric Nam immer wieder mit Selbstzweifeln. „Man fragt sich ständig: Mache ich das richtig?“, gesteht er. Wie viele Künstler habe auch er mit dem sogenannten Imposter-Syndrom gerungen. Anfangs habe er sogar versucht, die Stimme des jungen Aang nachzuahmen. Erst Regisseurin Lauren Montgomery habe ihn ermutigt, ganz er selbst zu sein. „Nein, nein, nein. Er ist erwachsen. Sei einfach du“, habe sie ihm immer wieder gesagt. Als sie schließlich ergänzte: „Du bist Aang“, habe er das Vertrauen gefunden, der Figur seine ganz eigene Stimme zu geben.

Als Musiker, Schauspieler und Moderator sieht Eric Nam seine Aufgabe heute darin, Geschichten zu erzählen, mit denen sich Menschen gesehen und verstanden fühlen. „Niemand soll das Gefühl haben, mit seinen Sorgen allein zu sein“, betont er. Genau deshalb reize ihn ein Projekt wie „Avatar“ - weil es Hoffnung schenke und Menschen miteinander verbinde. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)