Avengers Doomsday: Unwürdiger Thanos-Nachfolger? Marvel-Chef kontert Kritik an Doctor Doom

Seit dem offiziellen Trailer wächst der Hype um „Avengers: Doomsday“, doch in der Community regt sich auch Skepsis - und das ausgerechnet am neuen Oberbösewicht Doctor Doom. Um die Wogen zu glätten, meldete sich nun Marvel-Boss Kevin Feige persönlich zu Wort.

Ein Charakter aus Avengers Doomsday Doctor Doom mit dunklem Helm oder Maske blickt mit gesenktem Kopf in helles Gegenlicht. Die düstere Szene ist von Lens Flares durchzogen.

Die Spannung vor dem nächsten Kapitel des MCU steigt spürbar. Schließlich rollt im Dezember mit „Avengers: Doomsday“ das erste große Kapitel zum Finale der Multiversums-Saga in den Kinos an. 

Doch während der erste Trailer und die Vorverkäufe bereits für Rekorde sorgen und der Hype stetig wächst, schleicht sich in der Community auch lautstarke Skepsis ein. Der Grund: Doctor Doom, der als neuer Schurke in den Augen einiger Fans nicht genügend Vorlaufzeit im Marvel-Universum hatte, um in die Fußstapfen von Thanos zu treten.

Die Sorge der Fans: Fehlt Victor von Doom der nötige Aufbau?

Hintergrund der Debatte ist vor allem der abrupte Kurswechsel von Marvel: Ursprünglich sollte Kang der Eroberer der absolute Endgegner der aktuellen MCU-Phase werden. Nach der Trennung von Darsteller Jonathan Majors schwenkten die Verantwortlichen jedoch um und installierten den von Robert Downey Jr. gespielten Victor von Doom als neuen Hauptschurken.



Nun werfen viele Fans Marvel vor, eine Abkürzung zu nehmen. Denn während Thanos über sechs Jahre hinweg durch Post-Credit-Szenen und Cameo-Auftritte aufgebaut wurde, wirkt Doom für viele wie aus dem Hut gezaubert. Die Befürchtung: Ein einziger Film reicht nicht aus, um die Tiefe und Bedrohung des ikonischen Comic-Bösewichts spürbar zu machen.

Kevin Feige kontert: „Der Thanos-Aufbau ist in den Köpfen der Leute gewachsen“

Doch Marvel-Chef Kevin Feige lässt die Kritik nicht auf sich sitzen und erinnerte jetzt in einem Interview im Rahmen der San Diego Comic-Con (via IGN) daran, wie die Fans damals auf die ersten Auftritte von Thanos reagiert hatten. Denn die waren alles andere als ehrfurchtsvoll und zogen etliche Memes nach sich.

„Der Aufbau von Thanos ist in den Köpfen der Leute über die Jahre hinweg gewachsen. Er saß am Ende auf einem Stuhl. Er hat sich den Handschuh angezogen und gesagt: ‚Ich mache es selbst.‘ Und er hat Ronan kurz über einen Bildschirm angeschrien“, so Feige.

Der Marvel-Präsident weiter: „Ich erinnere mich an die Memes, die sich über Thanos lustig gemacht haben: ‚Er sitzt nur auf einem Stuhl.‘ Es gab sogar einen Twitter-Account, der jeden Tag aktualisiert wurde mit: ‚Ich sitze immer noch auf einem Stuhl.‘ Es war sehr klug gemacht und wirklich lustig.“

Zudem betonte Feige, dass erst „Infinity War“ Thanos zu der Ikone machte, an die man sich heute erinnert. Und nun wende man dasselbe Prinzip bei Doom an: „Als wir zu Infinity War kamen, sagten wir: ‚Das ist im Grunde die eigentliche Einführung von Thanos für die Leute.‘ So war dieser Film aufgebaut. Und genau das machen wir mit Doom.“



„Doomsday ist die Einführung in die Geschichte von Doom. Man schält die Zwiebel Schicht für Schicht ab und erfährt nach und nach mehr über ihn. Er ist sowohl für Zuschauer gedacht, die ihn aus den Comics kennen und lieben, als auch für diejenigen, die keinen blassen Schimmer haben, wer er ist“, führte Feige weiter aus.

Ob Doctor Doom am Ende das Erbe antreten und auch ohne jahrelangen Vorlauf von Marvel als legendärer Schurke etabliert werden kann, werden Fans ab dem 16. Dezember 2026 erfahren, wenn „Avengers: Doomsday“ hierzulande in den Kinos anläuft.

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