Babymassage: Berührung fördert Bindung
Stand: 26.10.2026, 06:07 Uhr
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Ein neues Angebot vom Caritasverband und der Hebamme Jana Zimmermann im Oytener Familiengarten will die Eltern-Kind-Beziehung stärken und den Austausch fördern.
Oyten – Es ist zwar nur eine Puppe, aber der Griff von Silke Borchert um die Knöchel des Plastikbabys sitzt. Wäre es ein echtes Baby, würde sie nun die Beine des Kindes von links nach rechts und wieder zurück bewegen. „Das ist gut für den unteren Rücken“, sagt Jana Zimmermann. Sie ist Hebamme und bietet unter dem Namen „Little Steps“ Workshops in Babymassage und Baby-Yoga an. Borchert wiederum ist es zu verdanken, dass es diese Workshops künftig niedrigschwellig im Caritasbereich des Familiengartens in Oyten gibt.
Die Diplom-Sozialpädagogin arbeitet seit mehr als 15 Jahren für den Caritasverband Verden. „Ich habe in der Schwangeren- und Familienberatung ständig junge Mamis bei mir, auch alleinerziehend, denen es finanziell nicht so gut geht“, sagt Borchert. Zimmermann wiederum war bereits öfter mit ihren Workshops im Familiengarten. In Zusammenarbeit mit der Caritas wollen die beiden Frauen nun allerdings dieses Angebot für alle öffnen. „In einem offenen Angebot muss sich niemand stigmatisiert fühlen“, ist Borchert überzeugt.
Konkret geht es um einen Workshop für Babymassage, wobei zwei Termine zur Auswahl stehen: Freitag, 6. November, und Freitag, 4. Dezember, beide von 14.30 bis 16 Uhr. Die Teilnahme kostet 49 Euro. Für Alleinerziehende, Bürgergeldempfänger und Studierende betragen die Kosten 24 Euro. Dass die Nachfrage da ist, davon ist Borchert überzeugt: „Die Kurse bei Frau Zimmermann sind oft ausgebucht.“ Natürlich, das macht Borchert deutlich, richtet sich das Angebot nicht nur an Mütter, sondern auch an Väter, die auf diese Art und Weise eine Bindung zu ihrem Baby aufbauen wollen.
Denn darum geht es bei diesem Angebot: „Es ist keine medizinische Massage, sondern sie kommt aus Indien, und es geht bei ihr um Berührung“, beschreibt Zimmermann. „Denn Berührungen setzen Glückshormone frei, und das baut eine Bindung zwischen Baby und Eltern auf.“ Aber diese Form der Massage fördert zudem die Durchblutung, „darüber hinaus bauen wir Baby-Yoga für die Motorik mit ein“, kündigt Zimmermann an. Wie die Übung mit den Füßen für den unteren Rücken, es gibt zudem Griffe für eine bessere Verdauung. „Viele Eltern behalten diese Übungen bei, beispielsweise abends nach dem Baden“, weiß die Hebamme. Doch der Hauptgedanke dahinter: „Es soll ein Ort des Austausches sein, für mehr Wissen und mehr Selbstbewusstsein.“
Für die bestmögliche Entspannung geht es auch um die Atmosphäre. „Es gibt einen leichten Duft im Raum, der beruhigt, dazu ist alles etwas abgedunkelt und zu Beginn ist ein bisschen Yoga-Musik“, sagt Zimmermann. „Alle sollen sich wohlfühlen, daher gibt es auch Tee, Schokolade, Kekse und Kuchen.“ In den Kosten sind zudem ein Bio-Massage-Mandelöl sowie ein digitales Handout enthalten. „In dem Handout geht es um eine kleine Hausapotheke, den Umgang mit den ersten Infekten oder die Zeit des Zahnens.“
Borchert freut sich über die künftige Zusammenarbeit: „Wir können hier die Eltern-Kind-Bindung fördern, aber auch durch den Austausch die Eltern stärken. Sie hofft, daraus ein monatliches Angebot zu machen. „Uns geht es vor allem um die Mütter, die sonst sagen: ‚Das ist nichts für mich.‘ Wir wollen da in kleinen Gruppen einen geschützten Raum schaffen.“
Babymassage
Der Workshop „Babymassage“ richtet sich an Eltern mit Kindern im Alter zwischen acht Wochen und sechs Monaten. Die beiden Termine sind am 6. November sowie am 4. Dezember. Die Teilnahme kostet 49 Euro und ermäßigt 24 Euro. Für weitere Informationen und Anmeldungen melden sich Interessierte bei Silke Borchert telefonisch unter 0173/4098326 oder per E-Mail an [email protected].