Badevergnügen seit einem Jahrhundert

Stand: 13.07.2026, 17:36 Uhr

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Waldschwimmbad Neu Isenburg vom Dach

Ein Blick von oben auf das Nichtschwimmerbecken im Waldschwimmbad Neu-Isenburg. © Lara Jörgens

Im Neu-Isenburger Waldschwimmbad treffen sich Familien und Sonnenhungrige schon seit 1926.

Es dröhnt aus dem Lautsprecher des Neu-Isenburger Waldschwimmbads: „Wir kontrollieren jetzt strenger, wer vom Beckenrand springt.“ Fast zeitgleich läuft ein Bademeister am gut gefüllten Schwimmbecken entlang. Sein Blick bleibt an einem Jugendlichen hängen, für den die Durchsage offenbar bestimmt ist. Mit erhobenem Zeigefinger ermahnt er ihn im Vorbeigehen. Lange ernst bleibt er dabei nicht: Sekunden später zieht er die Augenbrauen hoch und grinst.

Unter der Woche ist weniger los

Das Waldschwimmbad gehört zu den größten Freibädern der Region. „An warmen Tagen kommen bis zu 5.000 Besucherinnen und Besucher“, berichtet Betriebsleiter Denis Dörschug. Unter der Woche kämen weniger Gäste und im Bad sei es selbst bei gutem Wetter deutlich entspannter. Dann verteilen sich meist zwischen 1.000 und 2.000 Gäste auf dem weitläufigen Gelände.

Dort gibt es ein Schwimmerbecken, ein Sprungbecken mit Turm sowie ein Nichtschwimmer- und ein Babybecken. Seinen Namen verdankt das Bad dem großen Baumbestand. „Auf alten Bildern sieht man, dass alles voll war mit Bäumen“, erzählt Dörschug. Ganz so dicht wie früher ist das Grün heute zwar nicht mehr, doch die alten Bäume spenden auf den Liegewiesen noch immer reichlich Schatten – ein begehrter Platz an heißen Sommertagen.

Dass das Freibad heute ein beliebter Treffpunkt ist, hat eine lange Geschichte. Am 26. Juni 1926 wurde das Waldschwimmbad eröffnet – nicht nur, um den Neu-Isenburger:innen ein Freizeitangebot zu schaffen, sondern auch, um Arbeitsplätze zu sichern. Genau 100 Jahre später feiert das Bad nun sein Jubiläum. Vom 14. bis 16. August ist nach Angaben der Neu-Isenburger Stadtwerke ein abwechslungsreiches Festprogramm für die ganze Familie geplant.

Gänse im Waldschwimmbad Neu isenburg

Auch die tierischen Badegäste genießen den Schatten und liegen friedlich direkt bei den Freibadbesuchern. © Lara Jörgens

Wer das Waldschwimmbad besuchen möchte, kann dies in den Sommermonaten täglich von 7 bis 20 Uhr tun. Erwachsene zahlen fünf Euro Eintritt, Kinder und Jugendliche vier Euro. Familienkarten kosten zwölf Euro, Saisonkarten sind für Erwachsene für 110 Euro und ermäßigt für 90 Euro erhältlich.

Mit fortschreitendem Nachmittag füllt sich vor allem der Sprungturm. Kinder und Jugendliche stehen geduldig an, um den Sprung vom Drei-Meter-Brett zu wagen. Einer nimmt Anlauf, dreht einen Salto und landet etwas unsanft am Rand des Beckens. Das Wasser schwappt bis an den Beckenrand und sorgt bei den Wartenden gleich für eine kleine Abkühlung.

Nicht nur am Sprungturm bilden sich Schlangen. Auch vor dem Kiosk, der sich direkt hinter dem Eingang befindet, warten einige Badegäste. Von weitem ist zunächst nur ein Schild mit der Aufschrift „Nur Barzahlung möglich“ zu erkennen. Wer näher kommt, stößt auf die Klassiker, die bei einem Besuch im Freibad nicht fehlen dürfen: Eis, kalte Getränke, warme Snacks – und natürlich Pommes. „Die sind wirklich sehr lecker“, sagt ein Besucher, der mit einem gut gefüllten Teller in Richtung Liegewiese unterwegs ist.

Anreise

Von den Bushaltestellen „Alicestraße“, „Brunnenstraße“ und „Christian-Stock-Straße“ ist das Waldschwimmbad fußläufig in 5 Minuten zu erreichen. Die S6 fährt bis zum Bahnhof Neu-Isenburg. Von da aus sind es zu Fuß rund 15 Minuten.

Parkplätze sind begrenzt. Deshalb ist eine Anreise mit dem ÖPNV sinnvoll. An ruhigen Tagen gibt es Parkplätze in der Nähe.