Bank of America zahlt Milliardenstrafe: US-Finanzministerium greift bei Geldwäsche hart durch – die Folgen

Bank of America unter Druck: Milliarden-Strafe wegen Geldwäsche – nationale Sicherheit betroffen

Stand: 14.10.2026, 08:19 Uhr

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Die Bank of America ist das zweitgrößte US-Geldinstitut.

Die Bank of America ist das zweitgrößte US-Geldinstitut. © John Marshall Mantel/ZUMA Wire/dpa

Das US-Finanzministerium verhängt über 1,2 Milliarden Dollar Strafe gegen die Bank of America. Grund sind schwere Versäumnisse bei Geldwäsche und Sanktionen.

Washington – Das US-Finanzministerium greift mit harter Hand gegen die zweitgrößte Bank der Vereinigten Staaten durch: Wegen schwerer Versäumnisse bei der Bekämpfung von Geldwäsche und der Einhaltung internationaler Sanktionsregeln muss die Bank of America Strafen in Höhe von mehr als 1,21 Milliarden US-Dollar (rund 1,08 Milliarden Euro) zahlen.

Wie das Ministerium in Washington mitteilte, hat das Finanzinstitut verdächtige Transaktionen chinesischer Geldwäsche-Netzwerke über Jahre hinweg nicht ordnungsgemäß gemeldet. Insgesamt beläuft sich das Volumen der im Raum stehenden verdächtigen Finanzströme auf mehr als fünf Milliarden Dollar. Bei etwa 20 Prozent dieser Transaktionen standen laut den Ermittlungsbehörden unmittelbare Belange der nationalen Sicherheit der USA auf dem Spiel.

Sanktionsverstöße gegen Iran und Russland

Teil des Gesamtbetrags ist zudem eine Vergleichszahlung von 11,6 Millionen Dollar. Diese Strafe resultiert aus direkten Verstößen gegen US-Sanktionsgesetze, unter anderem im Zusammenhang mit Geschäften und Transaktionen mit Bezug zum Iran sowie zu Russland. Auch bei anderen Instituten meldeten Aufsichtsbehörden in der Vergangenheit Verstöße gegen internationale Sanktionen.

Als Konsequenz aus den Verfehlungen muss die Bank of America künftig unabhängige externe Prüfer zulassen. Diese Fachleute sollen verdächtige Transaktionen und Kontenbewegungen umfassend analysieren und die Kontrollsysteme der Bank überwachen.

Bank verweist auf milliardenschwere Investitionen

Das Geldinstitut selbst betonte in einer Stellungnahme gegenüber dem Finanzdienst Bloomberg, man habe in den vergangenen Jahren bereits Milliardenbeträge in moderne Technologie zur Bekämpfung von Finanzkriminalität investiert. Zudem arbeite die Führung des Instituts intensiv daran, alle von den Regulierungsbehörden festgestellten Schwachstellen vollständig zu beseitigen.

Wichtigste Fakten zur Strafe:

  • Gesamte Strafsumme: Über 1,21 Milliarden US-Dollar (ca. 1,08 Mrd. Euro)
  • Verdachtsvolumen: Mehr als 5 Milliarden Dollar an ungemeldeten Transaktionen
  • Hauptvorwürfe: Versäumnisse bei chinesischen Geldwäsche-Netzwerken sowie Sanktionsbrüche (Iran, Russland)
  • Auflagen: Einsatz externer Kontrolleure zur Überprüfung interner Systeme

Bereits im Jahr 2024 hatten die zuständigen US-Aufsichtsbehörden die Bank of America nachdrücklich aufgefordert, ihre Kontrollmechanismen gegen Geldwäsche signifikant zu verschärfen. Den Feststellungen des US-Finanzministeriums zufolge ergriff das Management jedoch nicht die notwendigen Schritte, um den Vorgaben rechtzeitig und im erforderlichen Umfang nachzukommen.

Auswirkungen auf die Quartalsbilanz

Die Milliardenstrafe trifft das Institut zur Unzeit: Die Bank of America legt in Kürze ihre Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vor. Die Sonderbelastung durch die Strafzahlungen wird die Bilanz des Bankenriesen spürbar belasten. (Quellen: dpa, Bloomberg) (nmr)