Bassum: Endspurt beim Umbau der Grundschule Petermoor

Stand: 05.08.2026, 19:00 Uhr

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Der Blick von oben zeigt: Der Innenhof der Grundschule Petermoor in Bassum ist recht weit. Der westliche Teil des Schulhofs sieht noch recht arbeitsbedürftig aus.

Der Blick von oben zeigt: Die Arbeiten am Innenhof der Grundschule Petermoor sind recht weit. Der westliche Teil des Schulhofs sieht noch recht arbeitsbedürftig aus. © Fabian Pieper

Der 4,6-Millionen-Euro-Anbau an der Grundschule Petermoor soll zum Schulstart in anderthalb Wochen fertig sein. Ein paar kleinere Baustellen bleiben allerdings.

Bassum – Wie viele Räume entstehen eigentlich gerade im Anbau an der Grundschule Petermoor in Bassum? Weder der Erste Stadtrat Karsten Bödeker noch Julia Mielke, Fachbereichsleiterin für Schulen, Soziales und Kindertagesstätten, können auf diese Frage spontan eine Antwort mit hundertprozentiger Sicherheit geben. Aber eher nicht, weil sie nicht informiert sind, sondern weil sie sich aktuell mit anderen Aspekten des rund 4,6 Millionen Euro schweren Großprojekts befassen. Dort befinden sich die Bauarbeiten auf der Zielgeraden, denn das neue Schuljahr steht unmittelbar bevor. Aber noch sieht es dort mehr nach Baustelle als nach Grundschule aus.

Umbau der Grundschule Petermoor in Bassum: So ist der Stand

Deshalb wirken die Worte von Mielke und Bödeker, die Schule soll bis zum Schulstart in anderthalb Wochen nutzbar und die letzten Anzeichen von Baustelle verschwunden sein, wie eine wagemutige Prophezeiung. Aber beide wirken gelassen, als sie durch den neuen und mit einem kürzlich erfolgten Durchbruch mit dem Altbau verbundenen Flur gehen. „Wir sind fähig, das neue Schuljahr zu beginnen.“ Und kurze Zeit später haben sie auch die Zahl der neuen Räume parat, da sie im Vorbeigehen einmal durchgezählt haben. „Vier Klassenräume und drei Differenzierungsräume“, sagt Mielke. Hinzu kommen noch die neue Bücherei, das Hausmeister-Büro samt Werkstatt, mehrere Sanitärräume und der größte Raum: die neue Mensa mit ihrer Ausgabeküche.

Die Klassenräume sind im Prinzip fertig, nur noch die Türen fehlen. „Es kann sein, dass wir hier mit Provisorien arbeiten“, gibt Mielke zu, dass die Lieferung der Türen noch auf sich warten lässt. Die Möbel indes, die sind bereits weitestgehend da und den Räumen zugeteilt. Einige der Möbel kommen aus dem Bestand, „aber was wir neu bestellen mussten, haben wir neu bestellt“, so Mielke. Zum Beispiel die Stühle: An ihnen spielen jetzt Rollen eine tragende Rolle, „damit nicht mehr gekippelt werden kann“. Diese Kaufempfehlung sei wie viele andere übrigens der Praxis entsprungen: Die Lehrer hätten sie gegeben und Mielke damit vieles erleichtert, denn: „Ich will das aus dem Rathaus nicht entscheiden.“

Gute Laune haben Julia Mielke und Karsten Bödeker von der Bassumer Stadtverwaltung, denn: Die Bauarbeiten in der Grundschule Petermoor stehen dem Schulstart nicht im Wege – auch wenn selbst dann noch Restarbeiten zu erledigen sind.

Gute Laune haben Julia Mielke und Karsten Bödeker von der Bassumer Stadtverwaltung, denn: Die Bauarbeiten in der Grundschule Petermoor stehen dem Schulstart nicht im Wege – auch wenn selbst dann noch Restarbeiten zu erledigen sind. © Fabian Pieper

Ansonsten fällt auf, dass die Farbgebung dezent ist. Das Konzept habe sich bei der Grundschule Bramstedt bewährt, erläutert Bödeker: „Wir legen bei Wänden und Fußböden Wert auf zurückhaltende Farben.“ Die Farben brächten die Schüler in die Räume. Die Mensa allerdings fällt aus dem Schema: Dort gibt ein tiefblauer Fliesenspiegel einen starken Akzent. Der Rest der Mensa ist allerdings noch Baustelle, Ausgabeküche inklusive. Eine Malerin streicht die Türzargen blau, ein weiterer Handwerker macht sich an der Decke zu schaffen. Aber auch die Mensa soll laut Mielke zum ersten Schultag des neuen Schuljahrs nutzbar sein und etwa 60 Schülern Platz bieten.

Außenanlagen nur zur Hälfte fertig

Das trifft auf die Außenanlagen allerdings nur etwa zur Hälfte zu. Der neu entstandene Innenhof ist fertig, der frisch verlegte Rollrasen wächst an. Auf dieser Fläche sollen die Kinder Platz haben zum Spielen und Toben, erklärt Mielke. Anders sieht es im westlichen Teil des Schulgeländes aus: Dort, wo bis zum Ende des abgelaufenen Schuljahrs noch Mobilbauten gestanden und die Raumnot der Schule gelindert haben, haben Arbeiter einen metertiefen Graben gegraben, „für die Entwässerung“, sagt Bödeker. Wenn die Fläche wiederhergestellt ist, sollen dort Spielgeräte aufgebaut werden. Zu Beginn des neuen Schuljahrs sei das aber wohl noch nicht fertig.

Ebenfalls noch nicht abgeschlossen sind die Arbeiten im Bestand, denn auch dort verändert sich einiges. Aus der ehemaligen Bücherei werden Büroräume, beginnt Mielke ihre Aufzählung. Das alte Lehrerzimmer wird zum Konferenz- und Kopierraum umgestaltet, dort wird derzeit der Estrich gegossen. Die Lehrer finden in der alten Mensa ihren Platz. Die steht aktuell bis unters Dach voll mit Möbeln, die unter anderem in die neue Mensa umziehen werden. Im Gegensatz zum Neubau wird der Bestand auch nach Beginn des Schuljahrs noch eine Zeit lang eine Baustelle bleiben.

Aber die gute Nachricht: Laut Bödeker bleibt die Stadt innerhalb des kalkulierten Kostenrahmens. Und die Schule sei zukunftsfähig: „Einerseits modernisieren wir für den Ganztagsanspruch“, sagt Mielke, „andererseits vergrößern wir wegen der steigenden Bedarfe.“ Im vergangenen Schuljahr seien dort 216 Schüler zum Unterricht gegangen, der in manchen Jahrgängen bereits dreizügig gelaufen sei. Noch eine gute Nachricht: Auch an der ebenfalls mit einem Umbau konfrontierten Grundschule Nordwohlde können laut Bödeker ab dem ersten Schultag der Unterricht und Mensa-Betrieb ganz normal aufgenommen werden. Und nun liege der Stadt auch noch der Projektierungsbeschluss für den Umbau der Grundschule Mittelstraße vor – dem nächsten Großprojekt in Bassum.