Baubeginn für Bikepark Zweibrücken: Rosige Zeiten für Mountainbiker in Sicht
Baubeginn für Bikepark Zweibrücken Rosige Zeiten für Mountainbiker in Sicht
Zweibrücken · Oberhalb des Wildrosengartens hat der Bau des „Bikepark Zweibrücken“ begonnen. Damit wird in der Region eine Lücke geschlossen. Damit der Bikepark (der eine bewegte Vorgeschitchte hat) weiter wachsen kann, werden noch Spender gesucht.
23.08.2026 , 13:07 Uhr
Beim ersten Spatenstich für den Zweibrücker Bikepark packten mit an (vorne von links): Konstantin Saalfrank, Marold Wosnitza, Anne Oberle, Austin Englisch, Tom Jeremy Bürger und Ulf Bürger (von links).
Foto: Susanne Lilischkis
Als im Jahr 2021 die Stadt die privat angelegten Mountainbike-Strecken im Stadtwald zwischen Ehrgartenweg und Jakob-Locher-Straße aus Sicherheitsgründen abreißen ließ, war die Enttäuschung in der Mountainbike-Community der Rosenstadt groß. Lange wurde gemeinsam nach einer legalen Alternative gesucht und schließlich auch gefunden. Am Fasaneriewald, oberhalb des Wildrosengartens, wird ein Bikepark entstehen (wir berichteten).
Für diesen Samstag (22.8.) nun hatte der „Mountainbike Verein Zweibrücken“ zum symbolischen ersten Spatenstich eingeladen (tatsächlich wurde zuvor schon einiges mit schwererem Gerät gearbeitet, siehe unten). Die betreffende Fläche, ein vormals landwirtschaftlich genutztes Gelände, stellt die Stadtverwaltung kostenlos zur Verfügung.
Der Standort ist wegen seiner guten Erreichbarkeit bestens geeignet, auch die bestehende Infrastruktur mit Parkplätzen und einem gastronomischen Angebot ist ein Plus, ebenso die fehlende Wohnbebauung.
Ulf Bürger, Vorsitzender des 2025 gegründeten Vereins, bedankte sich bei der Stadt, dass sie dem Verein das Gelände zur Verfügung stellt sowie bei Planung und Durchführung die Vereinsmitglieder immer unterstützt. Er erwähnte ausdrücklich auch das Bauunternehmen Saalfrank, das Maschinen, Personal und Erde bereitgestellt hat und dem Verein auch längerfristig helfen möchte.
Oberbürgermeister Marold Wosnitza erinnerte an den alten, ohne Genehmigung errichteten Trail: „Das war ein traumhaft schönes Gelände, ein echtes Kunstwerk. Es hat wehgetan, das rückbauen zu müssen. Aber nun haben wir einen legalen Gegenpol geschaffen.“ Er erinnerte daran, dass schon zu Zeiten seines 2018 verstorbenen Amtsvorgängers Kurt Pirmann (beide SPD) ein Bikepark im Gespräch gewesen sei. Nun sei der erste Schritt getan. „Die Anlage wird von oben nach unten gebaut“, erklärte Wosnitza und meinte damit, dass Fachleute aus dem Verein an der Planung beteiligt waren. „Wir geben das nun in die Hand der Jugendlichen“, so Wosnitza, „aber für ein solches Vorhaben sind natürlich viele Spenden nötig. Wir gehen auf Sponsorensuche und ich habe schon einige Zusagen bekommen. Allerdings brauchen wir noch Leute, die einen mehrstelligen Betrag spenden.“
Der OB zeigte sich optimistisch, dass die Anlage über die Jahre wachsen wird. Denn im Moment ist nur ein Trail geplant – mit einem Schwierigkeitsgrad, der für jedermann machbar ist.
Der Verein möchte nicht nur Mountainbike-Spezialisten ansprechen, sondern auch Familien. „Kleine Kinder können hier anfangen und für die Zukunft planen wir einen Track für die jungen Wilden, auf dem Tricksprünge möglich sind“, berichtete Vorsitzender Ulf Bürger.
Vereinsmitglied Benni Witti hat zusammen mit einem Planungsbüro den Track geplant: „Ich habe versucht, einen Weg zu finden, der für jeden okay ist.“
„Wir haben in 14 Tagen 15.000 Tonnen Erde bewegt“, berichtet Bauunternehmer Konstantin Saalfrank, „die Feinarbeiten wird nun der Verein übernehmen. Wir möchten die Jugendlichen unterstützen, damit die sich austoben können“.
Voraussichtlich zu Beginn des kommenden Jahres soll der Bikepark seine Pforten öffnen. Es wird feste Nutzungszeiten geben, aber kein Tor. „Die Nutzer fahren auf eigene Verantwortung“, erklärt Ulf Bürger. Aber „als Vereinsmitglied ist man versichert“.
Wichtig war dem „Mountainbike Verein“ auch, dass es eine gute Zufahrt für Rettungsfahrzeuge gibt – die sei an der Stelle oberhalb des Wildrosengartens gewährleistet.
Für die Region sei der Bikepark einzigartig, so etwas gebe es in der Gegend nicht.
Der „Mountainbike Verein Zweibrücken e. V.“ freut sich über Spenden und neue Mitglieder. Erreichbar ist der Verein über seine Homepage https://mtb-zw.de (Kontaktdaten im Aufnahmeantrag).