„Hat es verdient“: Mahmutovic startet für DFB-Frauen gegen Australien – Zur Freude der Bayern-Bosse
Stand: 08.10.2026, 20:08 Uhr
Ena Mahmutovic erhält gegen Australien erneut das Vertrauen von Christian Wück. Langfristig traut ihr die Bayern-Chefetage viel zu.
Karlsruhe – Im deutschen Tor bleibt die Hierarchie erst einmal klar – zumindest mit Blick auf die WM 2027. Ann-Katrin Berger ist bislang als Nummer eins gesetzt, doch dahinter rückt Ena Mahmutovic als würdige Vertretung immer stärker in den Fokus. Die 22-Jährige darf gegen Australien (Freitag, 9. Oktober, 20.30 Uhr) von Beginn an spielen. Bundestrainer Christian Wück setzt damit auf eine Torhüterin, die für ihn längst mehr als nur eine Alternative ist.

„Ena hat es verdient, dass sie morgen das nächste Spiel macht“, sagte Wück. Mahmutovic hatte bereits beim 1:0 in Slowenien zu Null gespielt. Gegen Australien in Karlsruhe steht nun ihr dritter Einsatz für die Nationalmannschaft an. „Ich freue mich natürlich sehr“, sagte die 22‑Jährige vorab. Für sie sei es besonders wertvoll, sich gegen ein Team von einem anderen Kontinent zu messen.
Mahmutovic startet gegen Australien im DFB-Tor
Der Vergleich mit den Matildas soll zugleich wichtige Erkenntnisse für die WM in Brasilien liefern. Wück erwartet eine intensive Prüfung: „Ich erwarte, dass wir gefordert werden.“ Das Spiel könne eine Vorschau darauf geben, „was uns bei der Weltmeisterschaft in Brasilien erwarten könnte“. Aus positiven wie negativen Erfahrungen wolle man entsprechend lernen.
Mahmutovic bekommt ihre Chance auch deshalb, weil Berger für die beiden Spiele gegen Australien und Japan eine Pause erhält. Von einem Casting für die WM will Wück trotzdem nicht sprechen. „Aber natürlich ziehen wir unsere Rückschlüsse aus jedem einzelnen Länderspiel“, erklärte der Bundestrainer. Entscheidend seien neben dem Verhalten mit Ball auch das Spiel gegen den Ball und das Zusammenspiel der einzelnen Spielerinnen.
Nach Einschätzung von Bianca Rech, könnte Mahmutovic langfristig sogar das deutsche Tor übernehmen. Die Frauenfußball-Direktorin des FC Bayern sagte im ZDF: „Ich sage, dass Ena Mahmutovic die Zukunft gehört.“ Die 22-Jährige habe in der Vergangenheit zu wenig Aufmerksamkeit und zu wenige Möglichkeiten erhalten. Dabei bringe sie „unglaubliche Leistungen“.
Für die WM 2027 sieht Rech allerdings weiterhin Berger zwischen den Pfosten. „Ann-Katrin Berger ist eine hervorragende Torhüterin und ich glaube auch, dass sie uns bei der Weltmeisterschaft im Sommer sehr gut vertreten wird“, betonte sie. An der aktuellen Hierarchie gebe es für sie keinen Zweifel: „Dass eine Ann-Katrin Berger als Nummer eins die WM spielt, ist, glaube ich, allen klar. Aber noch mal: Die Zukunft gehört Ena Mahmutovic.“ (LF)