BBL: Trier besiegt auch den Deutschen Meister Alba Berlin
Fünfter Sieg in Folge Trier besiegt auch den Deutschen Meister Alba Berlin
Stand: 10.10.2026 • 22:51 Uhr
Sieg im Kult-Duell: Die Gladiators Trier beherrschten souverän den amtierenden Meister Alba Berlin. Nur zum Ende der ersten Halbzeit konnte Berlin mithalten.
Von Marc Steffgen
Die Gladiators dominierten das erste Viertel mit ihrem schnellen Offensiv-Basketball. Danach kam Alba auch aufgrund der guten Arbeit unter den Brettern besser ins Spiel. Trier ging mit einem leichten Vorsprung in die Halbzeit. Im dritten Viertel drehte Trier auf, auch weil sie unter dem eigenen Brett nur noch wenig zuließen. Am Ende sicherte sich Trier mit 95:75 den fünften Sieg in Folge.
Für das ewig junge Duell mit Alba Berlin brauchte Gladiators-Coach Jacques Schneider keine Motivationsansprache. Der amtierende Meister zu Gast an der Mosel, da sei die Vorfreude "besonders groß". Druck? Der läge eher beim Gegner, seine Gladiators hätten nichts zu verlieren, so Schneider vor dem Spiel. Schließlich sei Alba eines der stärksten und am tiefsten besetzten Teams der Basketball-Bundesliga.
Alba Berlin muss lange auf die ersten Punkte warten
Die Berliner starteten mit der gleichen Starting Five wie beim Erfolg unter der Woche in der Champions League gegen Slavia Prag. Trier hatte am Mittwoch immerhin den georgischen Meister BC Batumi im Europe Cup souverän besiegt.
Jack Kayil (Alba Berlin) im Zweikampf mit Moritz Krimmer (Gladiators Trier).
Trier begann spektakulär: EJ Omu setzte mit einem Dunk die erste Duftmarke und Teamkollege Justin Simon legte gleich wenige Sekunden später mit dem zweiten Dunk nach. Trier gewohnt schnell und auch erfolgreich in den Abschlüssen - Alba verunsichert.
Der Deutsche Meister punktete erst nach vier langen Spielminuten und kam danach zumindest offensiv besser ins Spiel. Defensiv schaute Alba den schnell spielenden Trierern aber oft hinterher. Bei Trier fiel die defensive Zuordnung negativ auf. Auch dank einer guten Trefferquote konnten die Gladiators aber das erste Viertel mit 31:24 für sich entscheiden.
Partie wurde ausgeglichener
Alba kam im zweiten Viertel besser rein, holte auf. Das Spiel wirkte aber danach auf beiden Seiten über weite Strecken zerfahren. Trier drehte kurz vor dem Halbzeitpfiff wieder auf. Alba aber auch. Die Partie wurde immer ausgeglichener. Ein Grund dafür die hervorragende Rebound-Arbeit der Berliner - Triers Offensiv-Motor stotterte. Nur mit einer knappen Führung von 50:47 retteten sich die Gladiators in die Halbzeit.
Jordan Ford (Alba Berlin) im Zweikampf mit Evans Rapieque (Gladiators Trier) und Marco Hollersbacher (Gladiators Trier).
Trier drehte im dritten Viertel ordentlich auf
Albas Nachwuchs-Juwel Jack Kayil glich kurz nach Wiederanpfiff mit einem Dreier erstmals aus. Berlin bremste das Trierer Tempospiel zunächst gekonnt aus. Doch dann drehten die Gladiators wieder auf, auch weil EJ Onu für Stabilität unter dem eigenen Korb sorgte. Als Austin Crowley mit einem Dunk den zwischenzeitlichen 15-Punkte Vorsprung markierte, stand die Arena Trier Kopf. Trier punktete mit einer überzeugenden Trefferquote und lag nach drei Vierteln mit 76:62 vorne.
Trier sicherte sich den fünften Sieg in Folge
Trier zauberte im Schluss-Viertel mit spektakulären Spielzügen weiter. Die kleine Schwächephase, die sich die Trierer in den letzten Spielen immer mal wieder kurz vor Schluss "gönnten" - gegen Alba blieb sie aus. Die Gladiators blieben bis zum Schluss souverän, schickten die Berliner mit 95:75 zurück an die Spree.
Trier ist damit seit fünf Spielen ungeschlagen, steht auf Platz zwei der Bundesliga. Alba Berlin nistet sich im unteren Mittelfeld der Tabelle ein. "Wenn wir offensiv und defensiv gut agieren, dann sind wir eines der besten Teams in der Bundesliga", so Gladiators-Spieler Justin Simon nach dem Spiel gegenüber Dyn.