HSV-Frauen verlieren bei Wrede-Rückkehr im Nordderby gegen Werder Bremen
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Das Weserstadion stand am Freitagabend. Immer wieder erhoben sich die rund 26.814 Zuschauer, unter denen auch Teile der Bremer Ultra-Szene waren, von ihren Plätzen, um Werder Bremen im Nordderby gegen die HSV-Frauen zu unterstützen – zum Leid der anwesenden Journalisten und Pressemitarbeiter, denen dadurch das ein oder andere Mal die Sicht genommen wurde. Die HSV-Frauen konnten die Kulisse jedoch nicht in etwa Zählbares mitnehmen und verloren das Nordderby mit 0:1.

Im Vergleich zum 1:1 gegen RB Leipzig veränderte HSV-Frauen-Trainer Rodolfo Cardoso sein Team dabei um eine Position. Carla Morich begann für Melanie Brunnthaler. Angesichts des vergangenen Aufeinandertreffens in der Vorbereitung (0:5) lag der Fokus der Hamburgerinnen zu Beginn merklich auf der Defensive. Leidenschaftlich und einem Derby gerecht werdend warfen sie sich in die Zweikämpfe. Gefährlich nach vorne bewegte sich der HSV dagegen nur selten. Die besten Gelegenheiten waren zwei Fernschüsse von Leila Pineau (5.) und Camilla Linberg (7.).
HSV-Frauen verlieren Nordderby gegen Werder Bremen
Aber auch die Bremerinnen wollten in der ersten Halbzeit nicht das letzte Risiko eingehen. Die beste Werder-Chance konnte Magou Doucoure vereiteln. Ein Kopfball von Mei Shimada wäre ohne den Einsatz der Hamburger Verteidigerin wohl ins Tor gegangen. Dadurch prägten vor allem Zweikämpfe und Einsatz die erste Halbzeit.
Nach der Pause kam Werder mit wesentlich mehr Druck aus der Kabine. Die erste Möglichkeit konnte Kinga Szemik noch parieren (47.), ehe die Bremerinnen zwei Minuten später dann in Führung gingen. Nach einer Ecke hatte Isabella Jaron keine Schwierigkeiten, sich gegen die zehn Zentimeter kleinere Pineau durchzusetzen, und traf per Kopf zum 1:0.
HSV-Frauen: Wrede-Comeback bleibt ohne Erfolg
Die HSV-Frauen brauchten ein wenig, um sich vom Gegentreffer zu erholen, zeigten sich dann aber auch vor dem Bremer Tor. Nach einem gut gespielten Angriff verfehlte Morich das obere rechte Eck des Tores nur knapp (64.). Fünf Minuten später scheiterte Annaleen Böhler per Kopf an Mariella El Sharif.
In der Schlussphase wurde es dann nochmal heiß im Weserstadion. Nicht nur weil die Ostkurve ordentlich Pyrotechnik abfackelte, sondern auch weil Lotta Wrede ab der 70. Minute wieder in der HSV-Offensive wirbelte. Die 19-Jährige verpasste aufgrund von einer Verletzung den Saisonstart und feierte nun im Nordderby ihre Rückkehr auf den Platz.

Lotta Wrede (19) feierte gegen Werder Bremen ihre Rückkehr auf dem Platz.© Witters | Tim Groothuis
Für einen Ausgleich sollte es aber auch trotz Wrede-Rückkehr im Nordderby nicht mehr reichen. Die HSV-Frauen bleiben damit auch im vierten Spiel der Saison sieglos. Die nächste Chance auf drei Punkte gibt es für die Hamburgerinnen am kommenden Sonntag (14 Uhr) im Volksparkstadion gegen den 1. FC Nürnberg.
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Werder Bremen: El Sherif – Weiß, Ulbrich, Magerl, Zieniewicz – Gmeineder, Wirtz – Dhont (86. Sträßer), Vanzeir (93. Mahmoud), Jaron (77. Purtscheller) – Shimada (86. Desic)
HSV: Szemik – Doucouré, Böhler, Stoldt , J. Wrede (63. Dönges) – Peneau, Machtens (83. Mirzaliyeva) – Linberg, Morich (83. Brunnthaler), Bartz (63. Martens) – Karczewska (71. L. Wrede)
Tore: 1:0 Jaron (49.)
Schiedsrichter: Davina Lutz (Poppenhausen)
Zuschauer: 26.814