Ben-Luca Peters trifft mit erster Ballberührung zum 2:0 bei Wolfhagen
Stand: 17.08.2026, 19:21 Uhr
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Der 18-Jährige war gerade erst eingewechselt worden. Sein platzierter Schuss mit links besiegelte den Auswärtssieg von Calden/Meimbressen im Derby.
Wolfhagen – Was für ein Auftritt! Eine Ballberührung. Ein platzierter Schuss. Tor. Ben-Luca Peters hätte seinen Einstand für Calden/Meimbressen kaum eindrucksvoller feiern können. Gerade erst eingewechselt, wurde der 18-Jährige mit seiner ersten Aktion zum spielentscheidenden Mann. Er sorgte für das 0:2 im Derby der Fußball-Verbandsliga beim FSV Wolfhagen und versetzte den SG-Anhang in der 76. Minute in Ekstase. Zuvor hatte Fabian Sorger die Gäste nach schnellem Umschaltspiel in Führung geschossen (57.). Calden/Meimbressen siegte im Liemecke-Stadion mit 2:0 – und das, obwohl die Wölfe die besseren Chancen hatten.
Die Gäste mussten früh reagieren. In der Anfangsphase verletzte sich Angreifer Hannes Dittmar und konnte nicht mehr weitermachen. Für ihn schickte Trainer Thomas Schindewolf Fabian Sorger auf den Platz (17.). Jener Spieler, der später mit seinem Treffer zum 0:1 den Weg zum Auswärtssieg ebnete.
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie, in der Wolfhagen zunächst die besseren Möglichkeiten besaß. Lars Michels (5.) und eine Doppelchance nach einem nicht festgehaltenen Ball von Torhüter Joshua Elijah Busch (17.) hätten bereits für Jubel beim FSV sorgen können.
Nach dem Seitenwechsel blieb Wolfhagen weiter gefährlich. Calden/Meimbressen verteidigte kompakt und wartete geduldig auf seine Chance. Die Partie schien lange auf einen Treffer der Gastgeber zuzulaufen, doch dann sorgte eine schnelle Umschaltaktion für das erste Tor. In der 57. Minute zog der eingewechselte Sorger ab. Der Schuss war nicht besonders hart und schien für viele der 300 Zuschauer haltbar. Doch FSV-Torhüter Rick Christof war die Sicht versperrt, sodass der Ball zum 0:1 im Netz landete.
Für Wölfe-Trainer Christian Andrecht war dieser Gegentreffer der Knackpunkt. „Das 0:1 hat uns den Stecker gezogen“, sagte er. Insgesamt sah er seine Mannschaft nicht als das schlechtere Team an. „Es hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen.“
Bis zur ersten Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit habe seine Elf überlegen gespielt, danach sei die Partie etwas verflacht. „Dem Gegner hat die Trinkpause gutgetan, uns nicht“, meinte Andrecht. Seine Mannschaft habe genügend Möglichkeiten gehabt, selbst in Führung zu gehen. „Wären wir in Führung gegangen, wäre das Spiel anders gelaufen.“
Was SG-Coach Schindewolf zum Spiel sagte? „Wolfhagen hatte mehr Einschussmöglichkeiten, gefühlt waren wir aber immer im Spiel.“ Entscheidend sei gewesen, dass sein Team leidenschaftlich verteidigt und kompakt agiert habe. Gleichzeitig hätten seine Jungs auch offensiv Akzente gesetzt. „Wir wollten den Sieg mehr.“
In der Schlussphase machte Calden/Meimbressen schließlich den Deckel drauf. Ben-Luca Peters war gerade erst für den angeschlagenen Marko Utsch ins Spiel gekommen, als ihm mit der ersten Ballberührung der Treffer zum 0:2 gelang. Ein platzierter Schuss mit dem linken Fuß – und der Youngster wurde von seinen Mitspielern frenetisch gefeiert.
„Unglaublich. Ein schönes Gefühl“, sagte er im Anschluss an das Spiel.
Wolfhagen war damit geschlagen. Nach dem zweiten Gegentreffer habe seine Mannschaft zu naiv nach vorn gespielt, befand Andrecht.