Berlin: Hunderte Lehrer fallen wegen Krankheit dauerhaft aus
Fast 400 Lehrkräfte in Berlin fallen krankheitsbedingt seit mindestens einem Jahr aus. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Alexander King (BSW) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über die zuvor die »Berliner Morgenpost« berichtet hat.
Den Angaben zufolge sind 225 verbeamtete Lehrer seit mindestens einem Jahr krankgeschrieben. Hinzu kommen 155 angestellte Lehrkräfte, die ebenfalls seit mindestens zwölf Monaten ausfallen. Insgesamt gibt es in der Hauptstadt etwa 35.000 Lehrerinnen und Lehrer.
Der Abgeordnete King führt die Entwicklung auch auf die »mangelhafte Personalausstattung« zurück. Sie erhöhe die Belastung der vorhandenen Lehrkräfte und begünstige weitere krankheitsbedingte Ausfälle, erklärte King.
Blickt man auf die Bezirke, gibt es die meisten langfristig kranken Lehrkräfte in Marzahn-Hellersdorf. Dahinter folgen Pankow und Lichtenberg. Am wenigsten Lehrkräfte fallen in Mitte sowie in Spandau und Tempelhof-Schöneberg aus.
Bei Langzeiterkrankten wird laut Bildungsverwaltung die Zentrale Medizinische Gutachtenstelle (ZMGA) des Landesamts für Gesundheit und Soziales damit beauftragt, eine Untersuchung durchzuführen. »Besteht laut Gutachten der ZMGA keine Aussicht, dass die Beamtin oder der Beamte innerhalb weiterer sechs Monate wieder dienstfähig wird, beginnt die Einleitung des Ruhestandsverfahrens«, hieß es.
Kann die betroffene Person nicht mehr als Lehrkraft arbeiten, ist aber in der Lage, andere Tätigkeiten zu übernehmen, kann »ein Einsatz im Projekt der beruflichen Neuorientierung durch amtsangemessene anderweitige Verwendung erfolgen«. An diesem Projekt nehmen derzeit 29 der Betroffenen teil, wie es hieß.
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