Berlin: Treffen zwischen Vonovia und der Linken platzt kurzfristig
Ein geplantes Gespräch zwischen dem Linkenvorsitzenden Luigi Pantisano und Vonovia-Vorstandschef Luka Mucic ist gescheitert. Die Linke sagte das für den Mittag geplante Treffen eigenen Angaben zufolge kurzfristig ab. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Linken hervor. Auch eine Vonovia-Sprecherin bestätigte gegenüber dem SPIEGEL, dass das Treffen nicht wie geplant stattfinden konnte.
Die beiden Parteien werfen einander vor, schuld am Scheitern zu sein. Laut der Linken hat Vonovia die Teilnahme eines unabhängigen Journalisten abgelehnt und auf einem Gespräch hinter verschlossenen Türen bestanden. Pantisano warf dem Wohnungskonzern vor, eine bestehende Vereinbarung »gebrochen« zu haben. »Wir machen keine Hinterzimmerpolitik. Wir sind nicht die CDU«, sagte er.
Streit über einen Journalisten
Auch Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek behauptete am Dienstag, Vonovia habe den »lang vereinbarten Termin« scheitern lassen. »Die großen Wohnkonzerne pressen die Mieterinnen weiter aus für die Rendite«, sagte Reichinnek in Berlin. »Es ist nicht verwunderlich, dass Vonovia und der Chef sich diesem Problem nicht öffentlich stellen wollen.« Erst habe man versucht, das Gespräch im Streit über den passenden Ort platzen zu lassen, behauptet Reichinnek. Dann habe man sich gegen eine journalistische Begleitung verwehrt – obwohl man dem vorher zugestimmt habe.
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Dieser Darstellung widerspricht der Wohnungskonzern. Einer journalistischen Begleitung des vertraulichen Gesprächs habe man von Anfang an nicht zugestimmt, teilte eine Vonovia-Sprecherin gegenüber dem SPIEGEL mit. »Selbstverständlich hätten beide Seiten im Anschluss öffentlich über den Austausch sprechen können.« Über die Absage der Linken sei man nicht informiert worden, sondern habe dies vom Journalisten erfahren, der an dem Gespräch auf Wunsch der Linken hätte teilnehmen sollen.