Berlin-Wahl 2026: Das zeigen die letzten Umfragen
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Zwei Tage vor der Berlin-Wahl 2026 haben viele Parteien ihren wochenlangen Wahlkampf offiziell beendet. Die Linke wählte für ihre Kundgebung das Rote Rathaus, in das mit Spitzenkandidatin Elif Eralp einziehen möchte. „Am Sonntag geht es um einen Politikwechsel“, sagte die Linken-Politikerin zum Abschluss des Wahlkampfs. Die CDU um Spitzenkandidat Stefan Evers hatte ihren Wahlkampfabschluss am Samstag.

Das Rennen ist nach wie vor offen – in den Umfragen der Meinungsforscher liegt die Linke zwar vorn. Allerdings so knapp, dass sich daraus nicht zwingend ein Wahlsieg für die Genossinnen und Genossen ableiten lässt. Alles deutet auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin.
Berlin-Wahl 2026: Die letzten Umfragen
Das Institut INSA hat für die Partei Volt – befragt wurden 1000 Menschen – am Freitag diese Zahlen ermittelt:
- CDU: 20 Prozent
- Linke: 21 Prozent
- Grüne: 15 Prozent
- SPD: 12 Prozent
- AfD: 18 Prozent
- BSW: 5 Prozent
Die Umfragewerte der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-„Politbarometer“ vom Donnerstag sprechen eine ganz ähnliche Sprache:
- CDU: 20 Prozent
- Linke: 22 Prozent
- Grüne: 15 Prozent
- SPD: 12 Prozent
- AfD: 18 Prozent
- BSW: 4 Prozent
23 Prozent der 1611 Befragten sagten, sie seien noch unsicher, welcher Partei sie am Sonntag ihre Stimme geben werden. Wichtig: Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.
Umfrage zeigt: Zufriedenheit mit Senat historisch schlecht
In einer weiteren Erhebung, die vom Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimapam im Auftrag des rbb am Samstag vor der Wahl erschien, zeigte sich zudem, dass die Zufriedenheit mit dem Berliner Senat einen neuen Tiefstand erreicht hat: Demnach stimmten nur 20 Prozent der Befragten zu, mit der Berliner Regierung „zufrieden“ oder sehr zufrieden zu sein. Ein schlechterer Wert wurde zuletzt 2001 erhoben. Die Regierung um Bürgermeister Kai Wegner liegt damit im bundesweiten Vergleich der Bundesländer auf dem letzten Platz. Mit Blick auf die Zufriedenheit der politischen Arbeit der Wahlkämpfer bewegt sich die Linke Spitzenkandidatin Elif Erlrap, wenn auch mit einem verhältnismäßig niedrigen Wert von 27 Prozent, vor Stefan Evers (CDU) mit 21 Prozent. Es folgen Steffen Krach von der SPD (20), Werner Graf von den Grünen (11) und die AfD‑Spitzenkandidatin Kristin Brinker (11). Viele der Befragten gaben jedoch an, die Zufriedenheit nicht einschätzen zu können oder die Spitzenkandidaten nicht zu kennen.
Berlin-Wahl 2026: 2,5 Millionen Berliner entscheiden über Mehrheiten im Abgeordnetenhaus
2,5 Millionen Berlinerinnen und Berliner sind am Sonntag zur Wahl eines neuen Abgeordnetenhauses aufgerufen. 17 Parteien treten mit eigenen Listen an – das sind nur halb so viele wie bei der Wiederholungswahl vor dreieinhalb Jahren. Erstmals dürfen 16- und 17-Jährige über die Zusammensetzung des Landesparlaments mitentscheiden. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
Gewählt werden zudem die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen in der Hauptstadt. Hier sind 2,75 Millionen Menschen wahlberechtigt, weil auch in Berlin lebende EU-Ausländer abstimmen dürfen.
mit dpa